Akademischer Festakt zur Urkundenverleihung

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Martin-Luther-Universität | MLU

Die meisten kennen einen Vertreter der Gattung Drosophila: die Fruchtfliege, die vor allem im Sommer herumschwirrt. Doch Drosophila sind auch sehr beliebte Insekten in der Forschung. Warum das so ist, erklärt Professorin Dr. rer. nat. Elisabeth Knust am Samstag, dem 29. Oktober 2016. Dann hält die Direktorin des Max-Planck-Institutes für Molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden die zweite Erxleben-Lecture als Festvortrag im Rahmen des akademischen Festaktes anlässlich der Urkundenübergabe an drei Habilitanden und eine Habilitandin, 105 Doktoranden und Doktorandinnen sowie zum Goldenen Doktorjubiläum an drei Alumni der Medizinischen Fakultät. 

Akademischer Festakt zur Urkundenverleihung

Thema ihres Vortrages ist „Klein, aber oho: Die Taufliege Drosophila in der Grundlagenforschung“. Die Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr in der Aula des Löwengebäudes der Martin-Luther-Universität am Universitätsplatz.

Professorin Knust hat an der Universität Düsseldorf Biologie studiert und wurde dort auch promoviert. Danach hat sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Klinische Virologie der Universität Erlangen-Nürnberg und wissenschaftliche Assistentin am Institut für Entwicklungsbiologie der Universität zu Köln gearbeitet. Sie war Heisenberg-Stipendiatin an der Universität Köln und der University of Boulder, Colorado (USA), und wurde im Fach Entwicklungsbiologie in Köln habilitiert. Sie wurde zur Professorin am Institut für Entwicklungsbiologie der Universität Köln berufen und später Leiterin des Instituts für Genetik der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf. Seit 2007 ist sie Direktorin und Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik. 1997 erhielt sie den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis, den wichtigsten Forschungsförderungspreis Deutschlands. Seit 2015 ist sie Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Von 2009 bis 2013 war sie Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Professorin Knust forscht zu den genetischen Grundlagen retinaler Degeneration und das vor allem mit: Drosophila melanogaster, der Taufliege.

Die Erxleben-Lecture ist eingebettet in den akademischen Festakt der Urkundenverleihung an Doktoranden, Habilitanden und zu Goldenen Doktorjubiläen. Von den Doktoranden und Doktorandinnen, die aus der Humanmedizin, aus der Zahnmedizin sowie aus den medizinischen Wissenschaften kommen, haben drei mit „summa cum laude“, 47 mit „magna cum laude“ sowie 49 mit „cum laude“ abgeschlossen.

Die Veranstaltung beginnt mit der Begrüßung der Gäste seitens des Dekans der Medizinischen Fakultät, Professor Michael Gekle, und einem Grußwort des Prorektors für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Martion-Luther-Universität, Professor Dr. Michael Bron. Danach folgt der Vortrag von Professorin Knust, die zuvor von Dr. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, kurz vorgestellt wird. Nach einem musikalischen Intermezzo eines Streich-Quartetts folgen die Verleihung der Urkunden und ein musikalischer Abschluss.

Die besondere Vorlesung wird zu Ehren Dorothea Christiane Erxlebens veranstaltet, die 1755 an der Universität Halle zur ersten Ärztin Deutschlands promoviert wurde. Die erste Erxleben-Lecture war im vergangenen Jahr anlässlich des 300. Geburtstages am 13. November von Dorothea Erxleben ins Leben gerufen worden. Den Vortrag hielt  Professorin Dr. med. Elke Lütjen-Drecoll von der Universität Nürnberg-Erlangen zum Thema „Zum Sehen geboren, zum Schauen bestellt. Aspekte zur funktionellen Morphologie des Sehorgans“. Die Erxleben-Lecture soll zur Tradition werden und jedes Jahr in den Wochen um den Geburtstag von Dorothea Erxleben stattfinden.

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