Bahnanlagen sind keine Spielplätze! - Kinder legen Steine auf das Gleis

Bundespolizei | Polizei/Feuerwehr
von hallelife.de | Redaktion

Am Sonntag, den 08. Dezember 2019 wurde die Bundespolizeiinspektion Magdeburg gegen 13.30 Uhr durch die Notfallleitstelle der Bahn über auf das Gleis gelegte und durch einen Zug überfahrende Steine am Haltepunkt Halle Ammendorf informiert. 

Eine sofort eingesetzte Streife begab sich zum Ereignisort und stellte dort ein 10-jähriges Mädchen sowie zwei Jungen im Alter von 9 beziehungsweise 11 Jahren auf dem Bahnsteig fest. Zudem konnten sie das Gesteinsmehl auf dem Schienenkopf sehen. Die drei Kinder wurden in Gewahrsam genommen und nach eindringlichen Belehrungen an die jeweiligen Erziehungsberechtigten übergeben. Es kam zu keinerlei Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Da solche Sachverhalte leider keine Seltenheit darstellen, weist die Bundespolizei wiederholt auf die damit verbundenen Gefahren und möglichen schwerwiegenden Folgen dieses Fehlverhaltens hin. Bahn- und Gleisanlagen sind keine Spielplätze! Die Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft sehr spät wahrgenommen werden. Außerdem geht von den vorbeifahrenden Zügen eine enorme Sogwirkung aus, die ebenfalls zu gravierenden, wenn nicht sogar tödlichen Unfällen führen kann. Die aufgelegten Steine können bei der Überfahrt zersplittern und umherfliegende Steinsplitter können zu erheblichen Verletzungen führen. Züge können Hindernissen nicht ausweichen. Ein 1200 Tonnen schwerer Zug mit 100 Stundenkilometern hat einen Bremsweg von über 1000 Metern. Die Präventionsbeauftragte der Bundespolizeiinspektion Magdeburg wird sich diesem Sachverhalt annehmen und noch einmal das Gespräch mit den Kindern suchen. Die Bundespolizei bittet auch darum, dass Erziehungsberechtigte darauf achten, wo ihre Kinder ihre Freizeit verbringen, sie wiederholt auf die Gefahren und die Folgen des Spielens an Bahnanlagen hinweisen und das Gefahren- und Unrechtsbewusstsein ihrer Kinder schulen. Kostenlose Flyer zu dieser Problematik stellt die Bundespolizei gern zur Verfügung.

Beitrag Teilen

Zurück