Olympia 2020 - Tokio und die verschobenen Spiele

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von hallelife.de | Redaktion

Dabei sein ist alles, so lautet das Motto von jeher das Motto von Olympia. Im letzten Jahr allerdings war niemand dabei, weil die Spiele verschoben wurden. Auch 2021 gab es lange Diskussionen, bis sich Tokio und der IOC darauf einigten, die Veranstaltung in diesem Jahr zu wagen. Allerdings zum ersten Mal seit Menschengedenken ganz ohne Zuschauer – und mit hermetisch abgeschirmten Athleten. Das Konzept stieß nicht überall auf Gegenliebe, doch nun läuft es.

Cancel-Welle und Diskussionen: Olympias schwere Geburt

Am 23. Juli 2021 hielt die olympische Fackel Einzug ins neu gebaute Olympiastadion in Tokio. Seitdem brennt trotz aller Unkenrufe wieder das Feuer und die ganze Welt schaut hin. Ursprünglich sollten diese Spiele am 24. Juli 2020 starten, darum haben sie ihren Namen behalten: Tokio 2020. Bevor das olympische Komitee sich im letzten Jahr zu einer Absage durchrang, hatten bereits einige Länder ihre Teilnahme zurückgezogen und es drohte eine Cancel-Welle, die das Event wohl ohnehin zerrissen hätte. Erst einmal zwölf Monate zu warten, war in diesem Sinne das Einzige, was den Veranstaltern übrig blieb.

Die internationalen Groß-Sponsoren versprachen zunächst allesamt, Olympia auch im nächsten Jahr treu zu bleiben. Darunter befinden sich bekannte Konzerne wie die Coca-Cola Company, General Electric, Panasonic und der Kreditkartenanbieter Visa. Kurz vor der tatsächlichen Eröffnung der Spiele zog sich Toyota zurück, doch die anderen Sponsoren wie der koreanische Elektronikkonzern Samsung hielten Stellung.

 

Medaillenhoffnungen bleiben auch 2021 ungebrochen

Obwohl es viele Sportler schon freuen dürfte, dass Olympia überhaupt wieder stattfindet, bleiben die Medaillenhoffnungen natürlich ungebrochen. Dabei sein – und gewinnen: Das scheint trotz anderweitiger Bekundungen immer noch verlockender, als zu einem erfolglosen olympischen Athleten zu werden. Bei den modernen Olympischen Spielen seit Ende des 19. Jahrhunderts haben bislang die USA die meisten Medaillen errungen, gefolgt von Deutschland. Auch einige andere Länder tun sich besonders hervor, während andere auffällig weit hinten liegen.

Doch nicht nur der internationale Vergleich ist an dieser Stelle von Interesse. So haben beispielsweise die Insider von Betway Sportwetten in einer Gegenüberstellung der einzelnen Bundesländer einen sehr spannenden Medaillenspiegel nur von Deutschland erstellt. Hier schlägt sich natürlich die unterschiedliche Verteilung der Bevölkerungsdichte nieder, doch die Wettexperten der Plattform zeigen zugleich, dass doch alle Bundesländer, auch die kleinen, einen Beitrag zu den deutschen Olympia-Erfolgen leisten konnten. Das heißt, unsere besten Sportler kommen aus allen Landesteilen, natürlich auch aus Sachsen, und der Nachwuchs lässt auf eine ähnlich pralle Zukunft hoffen.

 

Behelfsmaßnahme: Live-Atmosphäre durch Soundsysteme

Die sportlichen Leistungen und die Medaillen sind auch 2021 "echt", das Publikum leider nicht. In Tokio sind keine Live-Zuschauer zugelassen, die Sportwelt klebt entsprechend daheim an den Bildschirmen. Doch in den olympischen Arenen herrscht trotzdem kein eisiges Schweigen, das würde nicht nur die Athleten, sondern auch die Fans an ihren Geräten irritieren: Soundsysteme spielen Zuschauerreaktionen aus vergangenen Zeiten ab, um die Olympia-Atmosphäre zu beleben. Das ist genau wie die Terminverschiebung höchst ungewöhnlich, aber ein Notnagel, der unvermeidbar scheint.

stadium- Peter H auf Pixabay

Die Olympiaanlagen befinden sich fast alle innerhalb eines Radius's von schmalen 8 Kilometern, hier bewegen sich die Sportler auf begrenztem Raum hin und her. Nördlich des olympischen Dorfs liegt die sogenannte Heritage Zone, südlich gelangen die Athleten zur Tokyo Bay Zone. Einige wenige Stationen in anderen Städten bleiben übrig, wie das Baseball- und Softballfeld im Yokohama Stadium. Das war von Anfang an so geplant und passt jetzt umso besser, da die Teilnehmer streng unter sich bleiben müssen.

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