Korb- oder Boxentraining Teil 1

Hundeerziehung in Zeiten der Corona-Krise | Tierwelt
von hallelife.de | Redaktion

Die aktuelle Corona-Situation bringt vieles durcheinander. Nicht nur bei uns, sondern auch bei unseren Hunden. Manche Vierbeiner freuen sich, weil jetzt die Wohnung voller Menschen ist, die sich um ihn kümmern und die er „herumkommandieren“ kann, andere kommen mit dem Trubel nicht so gut zurecht und suchen verzweifelt eine ruhige Ecke. Hundebesitzer sollten darauf eingehen – jetzt ist die Zeit sich mehr mit dem Hund zu beschäftigen! Corona hat, aus dieser Perspektive gesehen, also auch etwas Positives. Endlich ist Zeit Regeln für sich und seinem Hund festzulegen und auch zu trainieren. 

Zum Beispiel das Boxen- oder Korbtraining. Gerade Hunde, die mit der neuen Situation nicht so gut zurechtkommen, werden es ihrem Herrchen oder Frauchen danken, denn durch dieses Training schaffen Sie Ihrem Vierbeiner einen Rückzugsort (und sich ggf. etwas mehr Freiheit)!

Ein gründliches, konsequentes Boxen- oder Korbtraining gehört für mich absolut zur Hundeerziehung dazu. Als Werkzeug ist das Training einfach zu begreifen und unkompliziert umzusetzen. Die Übung den Hund auf den Platz zu schicken, den er zugewiesen bekommt, ist ein grundlegender Schritt der Hundeerziehung. Wenn Sie an diesem Schritt scheitern, werden Sie an vielen weiteren auch scheitern! Es lohnt sich also ein paar Tage auf diese Übung zu verwenden. Das Gute ist: So gut wie immer geht es viel leichter als erwartet – wenn Sie konsequent sind!

Vor der eigentlichen Übung, überprüfen und verändern Sie gegebenenfalls zuerst den Platz Ihres Hundes. Geht Ihr Hund gerne in seine Box oder seinen Korb? Wenn nicht, achten Sie besonders auf folgende Punkte:

  • Es sollte nur einen festen Platz geben (evtl. einen zweiten als Schlafplatz für die Nacht) - mehr nicht!

  • Ist der Platz geschützt, an einer ruhigen Stelle, zwar in der Nähe der Menschen, aber ohne ständige Störung?

  • Der Platz sollte sich nicht an einem unruhigen Ort befinden. Nicht direkt neben der Haustür, nicht mitten im Wohnzimmer oder im Flur.

  • Ist der Korb bequem und groß genug um sich auszustrecken? Ist er weich gepolstert und zugluftgeschützt? Steht er sicher und wackelt nicht?

  • Hat er ein klares »Innen« und »Außen«? Ein Korb mit Rand oder eine Transportbox sind besser geeignet als ein flaches Kissen oder eine Decke.

  • Fühlt sich Ihr Hund ausreichend geschützt? Besonders unruhige, nervöse Hunde finden in einer Box – also einer Höhle - besser zur Ruhe als in einem Korb. Die Box soll aber nicht geschlossen werden!

  • Auf dem Platz sollte sich kein Spielzeug o.Ä. befinden.

  • Wenn Sie mehrere Hunde haben, sollte jeder Hund seinen eigenen Platz haben. Trennen Sie die Plätze räumlich voneinander! Es ist völlig in Ordnung, wenn beide Hunde auch mal zusammenliegen. Aber der Befehl, in den Korb/die Box zu gehen, soll für jeden Hund und dessen eigenen Platz gelten.

  • Der Korb/die Box ist für den Hund ein Ort der Ruhe und der Sicherheit. Er soll dort entspannen können und ungestört bleiben (auch Kinder oder Besucher müssen das akzeptieren).

  • Haben Sie den Platz bisher als Strafe benutzt? Den Hund – evtl. sogar mit einem scharfen Tonfall – auf den Platz geschickt, wenn er etwas falsch gemacht hat? Sehen Sie in Zukunft davon ab.

 

Wenn diese Rahmenbedingungen stimmen, können Sie mit dem eigentlichen Korbtraining beginnen. Und wie das funktioniert, erfahren Sie in den folgenden Beiträgen.

ÜBRIGENS: Am 31.03.2020 ist die Neuauflage meines Buches

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