Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH bekommt neue Gesellschafter

Torgau | Umland
von hallelife.de | Redaktion

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat die Zuordnung der Geschäftsanteile an der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH an sächsische und sachsen-anhaltische Gemeinden bestätigt. Damit findet ein jahrelanger Rechtsstreit um die Neuordnung der Geschäftsanteile ein Ende. Das Unternehmen geht damit nahezu vollständig in kommunale Hand über.

Begonnen hatte die Auseinandersetzung bereits im Jahr 1994. Die Treuhandanstalt hatte die Geschäftsanteile der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH privatisiert. Dagegen klagten einige Kommunen und das Bundesverwaltungsgericht entschied im Jahr 2005, dass die Veräußerung nicht rechtmäßig war und die Anteile in kommunale Hand zu übergeben sind. Ein entsprechender Zuordnungsbescheid wurde 2016 erlassen. Zwar wurde auch dieser Bescheid beklagt, das Bundesverwaltungsgericht hat ihn jedoch nun in seinem aktuellen Urteil letztinstanzlich bestätigt.

Somit erhalten all jene Städte und Gemeinden Anteile an der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH, die zum Stichtag 03.10.1990 Trinkwasser des Unternehmens bezogen hatten und einen entsprechenden Antrag auf Zuordnung gestellt haben. Die Höhe des Anteils wurde auf Basis der damaligen Bezugsmenge ermittelt.

Auf Grundlage des nun zugestellten Urteils werden die neuen Anteilseigner in das Handelsregister eingetragen, womit das Verfahren dann auch formell abgeschlossen sein wird.

Die Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH verbindet mit dem Übergang der Unternehmensanteile an die von ihr versorgten Kommunen die Hoffnung, die Wasserversorgung aus dem Fernwassersystem als integralen Bestandteil der regionalen Versorgung weiter zu festigen und auszubauen. „Die Kommunen haben es jetzt in der Hand, ein Unternehmen, an dem sie Anteile halten, weiter zu stärken.“, so der Kaufmännische Geschäftsführer Jan Wollenberg.

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