Sachsen-Anhalt genehmigt auf Antrag des Landkreises Mansfeld-Südharz ein Modellprojekt „touristisches Reisen in Zeiten einer Pandemie“ in Stolberg

Landkreises Mansfeld-Südharz | Umland
von hallelife.de | Redaktion

Auf Antrag des Landkreises Mansfeld-Südharz hat das Land Sachsen-Anhalt im Rahmen von Modellprojekten nach § 14 der 11. Eindämmungsverordnung (Covid 19- Pandemie) den Ritter von Kempski Privathotels in Stolberg ein Modellprojekt zum sicheren touristischen Reisen in Deutschland bewilligt. Der Landkreis möchte in Kooperation mit der Hotelkette erproben, wie touristisches Reisen in der Pandemie wieder schrittweise möglich wird und trotzdem das Infektionsgeschehen beherrschbar bleibt.

Die Ritter von Kempski Privathotels, zu denen das „Romantik Hotel FreiWerk“ und das Wellnesshotel „Naturresort Schindelbruch“ zählen, haben eigenen Angaben zufolge als erste Hotelgruppe in Deutschland einen Modellversuch für sicheres touristisches Reisen genehmigt bekommen. Das von der Staatskanzlei und dem Wirtschaftsministerium in Sachsen-Anhalt gegenüber dem Landkreis Mansfeld Südharz genehmigte Modellprojekt hat das Ziel nachzuweisen, dass unter wissenschaftlich abgeleiteten Voraussetzungen sicheres touristisches Reisen umsetzbar ist und damit touristische Betriebe zukünftig wieder öffnen können.

Im Bereich Tourismus werden das „Romantik Hotel FreiWerk“ und das Wellnesshotel „Naturresort Schindelbruch“ am 16. April 2021 für zunächst 4 Wochen wieder öffnen und touristische Übernachtungen anbieten dürfen. Voraussetzungen für das Modellprojekt sind unter anderem umfangreiche Schutzmaßnahmen, ein strenges Test-Prozedere sowie eine IT-gestützte Kontaktverfolgung in einem räumlich abgrenzbaren Bereich. Im Falle einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 Infizierten je 100.000 Einwohnern wird die Modellprojektfortführung abermals überprüft. Das Projekt sieht sich als konzeptionelle Antwort für wesentliche Teile der Tourismusbranche auf die Schließungs-Szenarien und das Infektionsschutzgesetz, damit in Zukunft pauschale Lockdowns und Beherbergungsverbote reduziert werden können.

Landrätin Dr. Angelika Klein hatte sich Anfang letzter Woche mit einem Schreiben an die Wirtschafts-, Handels, Unternehmerverbände und die Verbände der Innenstadthändler im Landkreis gewandt, und diese ermuntert, mit ihren und für ihre Mitgliedsunternehmen Modellprojekte zu entwickeln und beim Landkreis einzureichen. Einen ersten Antrag auf ein Modellprojekt der Ritter von Kempski Privathotels hat der Landkreis nach einer Begutachtung das dafür zuständige Fachministerium Ministerien das Landes zur Entscheidung weitergeleitet, am 3. April 2021 wurde das Modellprojekt genehmigt.

Möglich sind Modellprojekte, nachdem Bund und Länder sich Ende März 2021 darauf verständigt hatten, dass einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens in ausgewählten Regionen als Modellversuch öffnen dürfen. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff betonte, dass Modellprojekte keine Öffnungs-Szenarien seien, sondern wesentlich dazu beitragen, wichtige Erkenntnisse zum Umgang mit dem Virus zu gewinnen.

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