Global Marijuana Marchs in Halle

GRÜNE JUGEND | Umland
von hallelife.de | Redaktion

Die Legalisierung von Cannabis in Halle (Saale) fordert die GRÜNE JUGEND anlässlich des in diesem Jahr erneut stattfindenden Global Marijuana Marchs in der Saalestadt. Sie setzte diese Forderung im Kommunalwahlprogramm der Grünen durch. Dieses sieht nun die Einführung eines kommunalen Modellprojekts zur kontrollierten Abgabe von Cannabis vor.

„Das mag für manche schwer zu akzeptieren sein, aber es gibt keine Gesellschaft ohne Drogen!“, sagt der Rehabilitationspsychologe und GRÜNE JUGEND-Spitzenkandidat zur Stadtratswahl Markus Jürisch. „So gilt Bier in Deutschland als unverzichtbares Kulturgut. Es gehört zur Wahrheit, dass an Alkohol jedes Jahr ungefähr 75.000 Menschen sterben. Das Suchtpotenzial von Cannabis ist hingegen viel geringer und Todesfälle nicht bekannt, die Pflanze aber verboten. Das macht deutlich: Da stimmt etwas nicht mit unseren Gesetzen! Da müssen wir ran!”, ist Markus Jürisch überzeugt, der u.a. in Giebichenstein, Heide und Kröllwitz zur Stadtratswahl antritt.

„Nur mit wissenschaftlich begleiteten Modellprojekten können wir die optimalen Rahmenbedingungen für eine kontrollierte Abgabe von Cannabis herausfinden. Als Grüne Jugend haben wir es geschafft, ein solches Modellprojekt für Halle im Kommunalwahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen zu verankern”, setzt Kim Lang, Stadtsprecher der GRÜNEN JUGEND Halle und Mitglied des Stadtvorstands von Bündnis 90/Die Grünen fort.

Markus Jürisch unterstützt diese Forderung und kennt die Details: „Wir müssen mit einem solchen Modellprojekt das Cannabis dem unkontrollierten Schwarzmarkt entreißen, dem im Zweifel das Alter und die Gesundheit der Konsument*innen egal ist. Wir brauchen Workshops, um verantwortungsvollen Drogenkonsum zu lernen. Das hat ohne Frage auch Präventionscharakter, damit aus dem Gebrauch kein Missbrauch wird. Es erfordert außerdem dringend ein Cannabis-Reinheitsgebot, sprich klare Qualitätsstandards, und ein unumgehbares Mindestalter. Das ist nicht nur ein wichtiger Schritt in Richtung Legalisierung, sondern kann die ganze Stadt beflügeln.”

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