Saalekreis begrüßt Entscheidung zum Großforschungszentrum

Saalekreis begrüßt Entscheidung zum Großforschungszentrum
von 30. September 2022 0 Kommentare

Die Bundesregierung und die Länder Sachsen-Anhalt und Sachsen haben am gestrigen Donnerstag gemeinsam entschieden, dass das Großforschungszentrum „Center for the Transformation of Chemistry“ gegründet wird. Das Konsortium um Prof. Dr. Peter H. Seeberger vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam setzte sich gegen namhafte Konkurrenz in dem Wettbewerb „Wissen schafft Perspektiven für die Region“ durch. Der Bund finanziert das neue Großforschungszentrum, an dem an einer klimaneutralen Chemieindustrie geforscht werden soll, mit jährlich 170 Millionen Euro. Es sollen rund 1.500 Arbeitsplätze entstehen. Das Großforschungszentrum wird sowohl in Sachsen als auch in Sachsen-Anhalt einen Standort beziehen.

 

„Zunächst gratuliere ich Prof. Seeberger und seinem Team herzlich zu diesem Erfolg. Mit der Transformation der chemischen Industrie hat sich gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise das richtige Zukunftsthema durchgesetzt, das wir schon in der frühen Bewerbungsphase unterstützt haben. Mit den Chemieparks in Leuna und Schkopau stehen wichtige Partner aus der Industrie bereit. Es ist daher wichtig, dass das neue Großforschungszentrum diese Potenziale mit der Entscheidung für Leuna als einen Standort nutzt“, sagte Landrat Hartmut Handschak (parteilos).

Die Entscheidung für das neue Großforschungszentrum passt sich auch in die Strategie des Saalekreises im laufenden Strukturwandelprozess ein. Zusammen mit der Stadt Halle (Saale) wurde frühzeitig das gemeinsame Konzept zur Schaffung einer Wissenstransferregion entwickelt, in der der gesamte Prozess von der Grundlagenforschung bis zur Produktion abgebildet wird. Dazu will der Saalekreis insbesondere drei Leuchtturmprojekte umsetzen:

Am Standort Merseburg/Leuna soll ein neues Industrie- und Chemiegebiet in direkter Nähe zum bestehenden Chemiepark entwickelt werden. Dafür stehen insgesamt 200 Millionen Euro Investitionsmittel bereit. Ein Fördermittelbescheid über 180 Millionen Euro für das Vorhaben wurde im Mai dieses Jahres übergeben. Zudem will der Saalekreis am Standort Leuna das Bio-Economy-Hub errichten, in dem junge Unternehmen aus der Bioökonomie und Biochemie ihre Produkte entwickeln können. Auch die Erweiterung des Hochschul-Campus in Merseburg um das Innovative Transfer- und Anwenderzentrum (ITAM) ist Teil dieser Transferstrategie.

Zugleich will die Stadt Halle (Saale) den Weinberg-Campus insbesondere für junge Unternehmen in den Bereichen Biochemie, Energie, neue Materialien und digitale Lebenswissenschaften mit dem „Business Development Center for Digital Life Science and Smart Materials“ ausbauen sowie die Forschungsaktivitäten durch den Bau des „Center for Substainable Materials and Energy“ stärken.

„Das Großforschungszentrum bestätigt unsere gemeinsame Strategie im Strukturwandel. Wir wollen zukunftsfähige Industriearbeitsplätze und eine nachhaltige Wirtschaftsstruktur schaffen. Ich bin überzeugt, dass davon die gesamte Region im südlichen Sachsen-Anhalt profitieren wird“, so Landrat Hartmut Handschak abschließend.

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