Das besondere Kunstwerk Nr. 3 - Tagebuchbild „Panzersperren“, März 1986

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Einar Schleef: | Veranstaltung

Ab Montag, dem 29. September, ist im Kunstmuseum Moritzburg ein neues Werk in der Reihe „Das besondere Kunstwerk“ zu sehen: das Tagebuchbild „Panzersperren“ von Einar Schleef (1944–2001). Schleef hat als Theater-Regisseur Weltgeltung erlangt. Sein malerisches Werk hingegen, welches seit 2004 als Dauerleihgabe der Erben im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) bewahrt wird, ist weit weniger bekannt.

Das besondere Kunstwerk Nr. 3  - Tagebuchbild „Panzersperren“, März 1986

Die Reihe der „Tagebuchbilder“ stellt neben den Telefonzellenbildern den wohl bedeutendsten Werkkomplex im Schaffen des Malers Einar Schleef dar. Hier trifft sich dieser mit dem Dramatiker. Mag das äußere Erscheinungsbild auch an Skizzen zu Szenenabläufen als Inszenierungshilfe erinnern, erreichen die Leinwandbilder eine hohe Eigenständigkeit im Zusammenklang von Text und Bild. Die Verwendung von Schrift im Bild ist eine durchaus geläufige Strategie der Moderne, doch in der Gleichwertigkeit beider Elemente erprobt Schleef eine neue gestalterische Verfahrensweise.

Das Thema der Absperrung, der Mauer, zieht sich nicht nur wie ein roter Faden durch das malerische Werk Einar Schleefs, es ist Grundthema seiner gesamten Existenz. Insofern besitzt das Bild gerade in der Zeit, da wir an die Maueröffnung am 9. November 1989 erinnern, eine besondere Relevanz.

Die Reihe "Das besondere Kunstwerk" holt in regelmäßigen Abständen Kunstwerke aus den Depots des Museums, rückt sie in das Licht der Aufmerksamkeit und stellt sie ausführlich vor. Der Eintritt ist separat von Dauer- und Sonderausstellung möglich und kostet 2 Euro.

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