Oakland: Cannabis gut für’s Geschäft

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Weltgeschehen | Veranstaltung

In den USA hat sich der Trend um das legale Cannabis zugespitzt. Nachdem in den letzten Jahren bereits in fünf US-Bundesstaaten Cannabis legalisiert wurde - und zwar vom Anbau bis zum Verkauf - haben sich auch die Branche für medizinisches Cannabis sowie weitere Debatten um eine Expansion der Legalisierung fortgesetzt.

Oakland: Cannabis gut für’s Geschäft

In Oakland, im Staat Kalifornien, soll der Anbau von Marihuana für medizinische Zwecke nun gefördert werden. Vier Lizenzen will die Stadt an Geschäftsleute geben, die mit Marihuana-Plantagen den Markt dominieren können. Anders als bei Produzenten wie etwa OG Kush, die Hanfsamen vertreiben, geht es aber ausschließlich um medizinische Produkte.

In Kalifornien, so scheint es manchmal, gehört Cannabis zum Alltag. Hier ist es relativ einfach, auf Rezept an Cannabis zu kommen. Jedoch fehlte bisher für Unternehmer die Infrastruktur, um auch die Hanfplanze anzubauen, und natürlich gab es dafür auch keine legale Genehmigung. Nachdem Oakland das Vorhaben verkündet hat, haben sich schon viele Interessenten gemeldet, die gerne ins Geschäft einsteigen möchten. Mit einer einzigen Fabrik können mehr als 370 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Für die Stadt kommt noch ein weiteres Schmankerl hinzu: die Steuereinnahmen in Höhe von rund 1,5 Millionen Dollar.

Ab Januar soll die Produktion starten - vorausgesetzt, die Lizenzen werden rechtzeitig an die Bewerber vergeben. Bis zu 26 Kilogramm Marihuana könnten dann täglich erzeugt, und sofort auf den medizinischen Markt gebracht werden. In Kalifornien gilt Cannabis langläufig als Wundermittel gegen alles: Appetitlosigkeit, chronische Schmerzen und Nervenkrankheiten. Dort, wo chemische Medikamente oft belasten, können Patienten auf eine schonende Alternative zurückgreifen.

Es gibt aber auch noch einen weiteren Grund für die Stadt, diese Vision zu ermöglichen. Der illegale Schwarzmarkt habe in Oakland überhand genommen. Ganze Hinterhöfe und private Gärten werden mittlerweile für den Anbau von Cannabis genutzt. Die Qualität ist aber nicht kontrollierbar - für ein medizinisches Produkt absolut katastrophal. Die Stadträte möchten nach eigener Aussage ihren Bürgern ein gutes Produkt anbieten, dass die Leiden lindert.

Natürlich setzt man auch Hoffnungen darauf, dass Oakland schon bald zum Nährboden für die Hanfproduktion wird. Oakland könnte auch zum Mittelpunkt einer neuen Legalisierungs-Diskussion um Cannabis in Californien werden. Ziemlich viele Cannabis-Gegner haben sich gegen das neue Gesetz entrüstet aufgelehnt. Cannabis sei immer noch eine gefährliche Droge, die trotz medizinischer Wirksamkeit nicht zu unterschätzen sei.

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