Projekt Immeninsel und Tag des Offenen Denkmals

Denkmalstag | Veranstaltung
von hallelife.de | Redaktion

Tag des Offenen Denkmals 2019 und Honig- und Wildbienen treffen in der Grabungsstaedte Silberhöhe auf Blütenvielfalt

 

Erich-Kästner-Straße 13 -15, Halle (Saale) – Silberhöhe Sonntag, 08.09.2019

 

Projekt IMMENINSEL

13.00 – 17.00 Uhr

Das ImmenInsel Projekt des Vereins Immenhort aus Zörbig wurde in das Artenschutzsofortprogramm des Landes Sachsen-Anhalt aufgenommen und kann aufgrund dieser Förderung nunmehr an drei Standorten realisiert werden. Dank einer Kooperation mit der FROHE ZUKUNFT Wohnungsgenossenschaft eG in Halle (Saale) wird die erste ImmenInsel in der Silberhöhe in unmittelbarer Nachbarschaft zum Denkmal Grabungsstaedte in der Erich-Kästner-Straße entstehen. Hier wird in den nächsten Monaten ein gemeinsamer Lebensraum für Wild- und Honigbienen gestaltet. Für die Besucher*innen wird es ein sinnlicher Lernort mit Anregungen für die bienenfreundliche Gestaltung von Hausgärten oder Balkonen.

Zum Tag des Offenen Denkmals am 8.9.2019 wird an der Erich-Kästner-Straße bereits ein Bienenvolk auf einem Hochstand sein Zuhause finden und ein Wildbienen-Habitat mit ersten Anpflanzungen entstehen.

Von 13-17 Uhr wird das Projekt an einem Infostand vorgestellt, dazu gibt es kulinarische Versorgung. Außerdem soll gemeinsam mit den Besucher*innen ein Name für das Bienenvolk gefunden werden.


Tag des Offenen Denkmals 2019

Grabungsstaedte - 15.00 – 17.00 Uhr

"Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ lautet 2019 das Motto des durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz jährlich bundesweit organisierten Tags des offenen Denkmals. Das Motto zielt auf das einhundertste Bauhausjubiläum. Seit 2015 organisieren die FROHE ZUKUNFT Wohnungsgenossenschaft als Eigentümerin des Kunstwerkes und Künstlerin Dagmar Schmidt jährlich öffentliche Veranstaltungen im Kunstwerk - Gespräche, Lesungen, Workshops, Führungen - die sich mit der besonderen Situation in der Silberhöhe aus verschiedenen Perspektiven auseinandersetzen. „Angesichts der Großsiedlung Silberhöhe und deren Entwicklung, Status Quo und Zukunftserwartungen lassen sich einige Fragen zu dem verdrängten Erbe des Bauhauses, dem industriellen Wohnungsbau, abwägen“, sagt die Künstlerin der Grabungsstaedte Dagmar Schmidt. Am Sonntag, 8.9.19 ist sie im Kunstwerk mit dem renommierten Wissenschaftler Prof. Dr. Peer Pasternak, Forschungsdirektor bzw. Direktor des Instituts für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) im Gespräch.

Es geht um das Selbstverständnis des Bauhauses und dessen „verdrängtes Erbe“. Es wird auf soziale Entwicklungen verwiesen, die Grabungsstaedte als potentieller Erinnerungsspeicher beschrieben und möglicherweise Entwicklungsszenarien für die Großsiedlungen skizziert. Die Gäste sind eingeladen, ihre Erfahrungen zu teilen, Fragen zu stellen, zu kommentieren und zu diskutieren.

Seien Sie herzlich eingeladen, am 8. September 2019 in der Grabungsstaedte dabei zu sein!

 

Prof. Peer Pasternak

Peer Pasternak, Prof. Dr. Studium der Politikwissenschaft an der Universität Leipzig. Seit 2004 Forschungsdirektor bzw. Direktor des Instituts für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), Lehrveranstaltungen am Institut für Soziologie der MLU und Herausgeber der Zeitschrift „die hochschule. journal für wissenschaft und bildung“. Arbeitsschwerpunkte: Hochschulpolitikanalyse, Hochschulorganisation, Bildung und Wissenschaft in demografisch herausgeforderten Regionen, Wissenschaftszeitgeschichte

Dagmar Schmidt

Dagmar Schmidt, Bildende Künstlerin und Urheberin der Grabungsstaedte, ist freischaffend tätig und bearbeitet die verschiedensten Aspekte von Kunst im öffentlichen Raum und am Bau. Die Kunst im Stadtumbau spielt dabei eine hervorgehobene Rolle, u.a. in den Arbeiten für die Projektgesellschaft mbH am Bauhaus Dessau, für das Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und für die Landeshauptstadt Magdeburg, mit einem Projektstipendium der Kunststiftung Sachsen-Anhalt sowie einer Projektförderung der Stiftung Kunstfonds Bonn. Für die Bodenskulptur Grabungsstaedte wurde ihr 2006 der renommierte mfi Preis Kunst am Bau verliehen. Diese Preisverleihung führte zu einer breiten nationalen und internationalen Rezeption des Kunstwerks und der dahinterstehenden sozialgeschichtlichen Thematik und machte die Grabungsstaedte zu einem Bild für den Stadtumbau.

 

 

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