Sternsinger schreiben Segenswünsche über Haustüren

Sternsinger schreiben Segenswünsche über Haustüren
Heiligen 3 Könige - Bild von Enrique auf Pixabay
von 2. Januar 2023 0 Kommentare

Das kirchliche Fest Epiphanias (volkstümlich Dreikönigstag) am 6. Januar wird von Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) mit Konzerten, Feiern, Andachten und Gottesdiensten gefeiert. In einigen Orten sind Sternsinger unterwegs, um Häuser zu segnen und mit dem Kreidespruch 20*C+M+B*22 zu versehen sowie Spenden zu sammeln. Die Abkürzung steht für „Christus mansionem benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“.

 

Konzerte, Feiern, Gottesdienste und Pop-Musical zu Epiphanias

Veranstaltungen zum Epiphanias-Fest in Sachsen-Anhalt/Brandenburg/Sachsen (Auswahl):

In Halle (Saale) in der Moritzkirche ist am 6. Januar eine Meditative Feier in Kooperation mit der Katholischen Akademie des Bistums Magdeburg geplant (17 Uhr). Die ökumenische Feier zum Motto der Jahreslosung 2023 „Du bist ein Gott, der mich sieht“ wird durch eine Bildmeditation sowie Musik der „Salttown Voices“ aus Halle bereichert. Sie endet mit dem Segen für das neue Jahr und einem geselligen Ausklang.

Ein Regionaler Gottesdienst mit Besuch der Sternsinger der Katholischen Nachbargemeinde “Zur Heiligsten Dreieinigkeit” beginnt um 9.30 Uhr in Halle im Gemeindehaus der Luthergemeinde. Die Sternsinger singen ihre Lieder und bringen den Segensspruch für das neue Jahr an. Dabei sammeln sie Spenden für ein Projekt, das Kinder unterstützt.

Im Martin-Luther-Saal der Johannesgemeinde in Halle wird zum Gottesdienst mit dem gemeinsamen Essen der Epiphanias-Suppe eingeladen (10 Uhr).

Außerdem sind in Halle/Saale mehrere Konzerte geplant: Ein stimmungsvolles Benefiz- und Weihnachtskonzert mit dem Kammerchor TonArt Halle (17 Uhr, Heilandskirche), ein Konzert mit Aufführung der Kantaten 4 bis 6 aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach (18 Uhr, Marktkirche) und mit dem Ensemble COVIVIUM MUSICUM (16 Uhr, Passendorfer Kirche Halle-Neustadt).

In Merseburg findet ein Gottesdienst mit Musik aus Bachs Weihnachtsoratorium (Kantate 4) statt. Außerdem führen die Kantorei Merseburg und das Kammerorchester Halle unter Leitung von Stefan Mücksch andere weihnachtliche Kompositionen für Chor und Orchester auf (10 Uhr, Stadtkirche St. Maximi).

Orgelklang zum Epiphaniasfest mit Domorganist Michael Schönheit ist 15 Uhr in Merseburg im Dom zu hören.

Zum Epiphaniaskonzert mit der Musikschule Wittenberg unter Leitung von Rainer Schaffrin wird 16 Uhr in Kemberg in die Kirche Bergwitz eingeladen.

Ein Neujahrskonzert mit dem Bach Consort Leipzig und dem Sächsischen Barockorchester steht in Osterwieck auf dem Programm (16 Uhr, Stephanikirche).

 

Veranstaltungen zum Epiphanias-Fest in Thüringen (Auswahl):

In Nordhausen ziehen die Sternsinger ab dem 3. Januar durch Pflegeheime und Krankenhaus, Geschäfte und zu Privathäusern. Am 8. Januar sind sie um 10 Uhr zunächst im Gottesdienst in der Blasiikirche zu Gast, dann gehen sie weiter zum Dom zum Gottesdienst um 10.30 Uhr.

In Körner im Landkreis Mühlhausen ist es Tradition, dass am 6. Januar Erwachsene und Kinder zu jedem Haus gehen, um für die Bewohner beten und das Haus zu segnen. Auf Wunsch wird der lateinische Kreidesegen über die Türen geschrieben. Beginn für den Rundgang ist um 17 Uhr mit einer Andacht in der Kirche des Klosters Volkenroda.

In Weimar in der Herderkirche werden alle Kantaten des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach in den Gottesdiensten musiziert, für die sie bestimmt sind. Die 6. und letzte Kantate ist zu  Epiphanias zu hören (19.30 Uhr). Der Bachchor Weimar, das Stadtkirchenorchester, das Bachkantatenensemble und das Ensemble Hofmusik haben sich die Musik in der Aufteilung aus Bachs Zeiten erarbeitet.

Ein Musikalischer Festgottesdienst zu Epiphanias findet am 6. Januar um 17 Uhr in der Nikolaikirche Eisenach mit der Concordia-Kantorei statt.

In Probstzella sind die Sternsinger am Vormittag zunächst im Kindergarten unterwegs. Am Nachmittag laufen sie von Haus zu Haus, um zu singen, Spenden zu sammeln und den Segensspruch anzubringen.

Unter dem Motto „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ gibt es in der Kirche St. Mauritius in Münchenbernsdorf eine Abendmusik mit dem Posaunenchor und Projektchor des Ortes (18 Uhr).

Ein Familiengottesdienst mit Krippenspiel steht in Beyersdorf auf dem Programm (18 Uhr).

Im Erfurter Augustinerkloster ist 9.30 Ort ein Gottesdienst zum Epiphaniasfest mit Gang zur Krippe und Einzelsegnung mit Pfarrer Bernd S. Prigge geplant. Um 12 Uhr folgt ein Friedensgebet des Nagelkreuzzentrums und um 20 Uhr eine Führung bei Kerzenschein mit Gute-Nacht-Tropfen im Klosterkeller mit dem Motto „Luthers schlaflose Nächte in Erfurt“.

Die Sternsinger in Legefeld werden wieder den Segen von Haus zu Haus tragen und Spenden sammeln. Um 16 Uhr beginnt die Tour mit einer Andacht in der Trinitatiskirche.

Einige weihnachtliche Aktionen laufen bis Epiphanias. Die Lichtinstallation von Philipp Geist in der Augustinerkirche Erfurt läuft täglich von 16 bis 19 Uhr mit Vesper um 18 Uhr. Im Kloster Volkenroda wird bis zum 6. Januar eine Krippenausstellung mit interaktiven Aktionen angeboten.

Am 7. Januar sind in Jena Bachkantaten zum Epiphaniasfest mit Solisten und dem Akademischen Musikverein Jena unter Leitung von UMD Sebastian Krahnert zu hören (17 Uhr, Stadtkirche).

Neujahrskonzerte stehen am 8. Januar an, zum Beispiel 16 Uhr in Jena mit dem Gospelchor „Black feet white voices“ (16 Uhr, Gemeindehaus Stadtmitte),  in Völkershausen mit dem Kaliorchester Unterbreizbach (17 Uhr, St. Michaeliskirche) und in Mühlhausen mit Trompete und Orgel (17 Uhr, Kirche St. Josef).

Ebenfalls am 8. Januar wird in Zeulenroda das Krippenspiel wiederholt. Das Pop-Musical mit Text von Pfarrer Ingolf Herbst und Musik von Jugendwart Steffen Schürer wird um 16.30 Uhr in der Dreieinigkeitskirche mit 35 Kindern und Jugendlichen sowie Livemusik aufgeführt.

 

Hintergrund: Epiphanias am 6. Januar ist ein christliches Fest. Im Volksmund sind auch die Namen Dreikönigsfest, Dreikönigstag oder Heilige Drei Könige gebräuchlich. Der Tag erinnert an den Besuch der Weisen aus dem Morgenland bei Jesus an der Krippe und damit an das Erscheinen Gottes in der Welt. Daher kommt auch der Name Epiphanias, abgeleitet vom griechischen Wort „epiphaneia“ für „Erscheinung“.

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