So reist der Weihnachtsbaum sicher!

So reist der Weihnachtsbaum sicher!
von 6. Dezember 2022 0 Kommentare

Experten sagen, was beim Transport des Tannenbaumes zu beachten ist

Nordmanntanne, Blaufichte oder einfache Kiefer – ist die Wahl des Weihnachtsbaums getroffen, ist es manchmal gar nicht so leicht, ihn nach Hause zu schaffen. Wer sich die ausgesuchte Konifere nicht unter den Arm klemmen und nach Hause tragen kann, sondern ein Auto für den Transport benötigt, muss einiges beachten, damit der Weihnachtsbaum störungsfrei ans Ziel gelangt. Die Experten geben Tipps, wie das gelingt.

Transport im Fahrzeug

Weihnachtsbäume, die mehr als einen Meter aus dem Kofferraum ragen, müssen besonders gekennzeichnet sein, damit der Hintermann sie gut sehen kann. Am besten sollte dazu eine rote Fahne von mindestens 30 mal 30 Zentimetern verwendet werden. Kennzeichen und Fahrzeugbeleuchtung müssen immer gut sichtbar bleiben. Ohnehin darf der Baum maximal drei Meter aus dem Kofferraum ragen, bei längeren Fahrten von mehr als 100 Kilometern sogar nur 1,50 Meter. Im Fahrzeuginnern sollte der Weihnachtsbaum mit dem unteren Ende des Stammes in Fahrtrichtung zeigen und so platziert werden, dass er bei einer Bremsung an die Rückseite eines Sitzes stößt. Auf keinen Fall darf er zwischen Fahrer und Beifahrer liegen. Am sichersten ist die Fahrt, wenn der Baum mit Gurten befestigt wird. Natürlich muss auch die offen stehende Kofferraumtür entsprechend gesichert werden, damit sie sich während der Fahrt nicht vollkommen öffnen kann. Zudem raten die Experten zu einer Unterlage, falls Baumharz austritt.

Transport auf dem Autodach

Auch auf einem Autodach muss der Christbaum sorgfältig befestigt werden. Ideal ist ein Dachgepäckträger. Wie im Wageninnern sollte der Stamm nach vorne zeigen und an drei Stellen mit Gurten festgezurrt werden. Um den Lack zu schonen, raten die Experten zu einer geeigneten Unterlage. Pkw mit Ladung dürfen nicht höher als vier Meter und nicht breiter als 2,55 Meter sein. Der Baum darf nach vorne nicht über das Fahrzeug hinausragen – außer bei einer Ladungshöhe über 2,50 Meter. Dann ist laut Experten ein halber Meter nach vorne erlaubt.

Schlecht gesichert wird’s ein teurer Baum

Bei nicht korrekt gesicherter Ladung müssen Fahrer laut Experten mit einem Bußgeld von 35 bis 60 Euro und unter Umständen mit einem Punkt in Flensburg rechnen. Kommt es mit dem Baum an Bord zu einem Unfall, sind es bis zu 75 Euro und ein Punkt. Ist der Baum zu schlecht gesichert, kann die Polizei sogar die Weiterfahrt untersagen. Wer mit dem Baum auf dem Wagendach fahrlässig einen Unfall verursacht, riskiert unter Umständen sogar eine Freiheitsstrafe.

Wenn der Baum vom Autodach rutscht

Rutscht der Baum trotz sorgfältiger Befestigung vom Autodach, kommt nach Auskunft der Experten grundsätzlich die Kfz-Haftpflichtversicherung für einen Fremdschaden auf. Rutscht das Gewächs auf dem Dach hin und her und verkratzt dadurch den Lack des eigenen Fahrzeugs, müssen Fahrer den Schaden selbst tragen, es sei denn, sie haben eine Kaskoversicherung, die durch Ladung verursachte Schäden übernimmt.

Wenn’s im Auto weihnachtlich blinkt und leuchtet

Echte Weihnachtsfans machen in puncto Dekoration keine Kompromisse: Da wird sogar das Fahrzeug weihnachtlich geschmückt Doch die ARAG Experten warnen: Genau wie für den Tannenbaum gilt für weihnachtliche Fahrzeugdeko vor allem eins: Nichts darf bei einem plötzlichen Brems- oder Ausweichmanöver verrutschen. Nicht festsitzende Deko kann sogar 35 Euro Bußgeld kosten (Paragraf 22, Straßenverkehrsordnung (StVO)). Aber auch winterliche Fensterbilder oder hängende Deko, die vom Rückspiegel baumelt und dem Fahrer die Sicht nimmt, können mit zehn Euro geahndet werden (Paragraf 23 StVO). Ganz und gar verboten ist nach Auskunft der Experten Schmuckbeleuchtung jeglicher Art. Durch blinkende Lichterketten und Co. können andere Verkehrsteilnehmer geblendet werden. Zudem ist die Verwechslungsgefahr mit einem Warnzeichen zu groß. Wer sein Fahrzeug sogar von außen schmückt, sollte nur noch in der Stadt fahren. Denn für weihnachtlichen Außenschmuck fehlt eine offizielle Zulassung, um auf Autobahn oder Landstraße fahren zu dürfen. Und reißt die Deko während der Fahrt ab und verursacht einen Schaden, muss dieser aus eigener Tasche bezahlt werden.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/auto-und-verkehr/

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