Wer zu Weihnachten Spielzeug verschenken möchte, kann aus vielfältigen Möglichkeiten wählen. Egal ob Konsolen, Plüschtiere, Puppen oder Actionfiguren – es gibt Kinderspielzeug in zahlreichen Ausfertigungen und für alle Altersklassen von Jungen und Mädchen. Es ist also gar nicht so einfach, da den Überblick zu behalten.
Das gilt es beim Spielzeugkauf zu beachten
Spielzeugkauf ist nicht gleich Spielzeugkauf. Es gibt einige Kriterien, auf die Eltern und auch andere Schenkende achten sollten, wenn sie Spielzeug verschenken.
Besonders Kuscheltiere sollten auf Schadstofffreiheit geprüft sein. Dazu können sie das GS-Siegel (Geprüfte Sicherheit) oder die CE-Kennzeichnung (Communauté européenne) haben. Letztere ist in Europa Pflicht und bestätigt, dass die gesetzlichen Anforderungen der EU eingehalten werden. Aber Achtung: Ein Spielzeug mit CE-Kennzeichnung kann trotzdem mit Schadstoffen belastet sein, wenn die Untersuchung einer dritten unabhängigen Kontrollstelle ausbleibt.
Das GS-Siegel hingegen wird vom TÜV oder dem VDE vergeben und bestätigt, dass das Spielzeug von einer unabhängigen Kontrollstelle untersucht wurde. Bei der Aufschrift „TÜV-zertifiziert“ ist also eine Untersuchung auf Schadstoffe garantiert. Welche Schadstoffe hingegen getestet wurden, wird auch hier meist nicht genau deutlich. Wichtig in Bezug auf Plastik ist daher vor allem der Zusatz „Sicherheit und Schadstoffe“. Vorsicht geboten ist generell bei Bestellungen, die nicht aus Europa geliefert werden. Hier gelten oft andere und deutlich lockerere Vorschriften.
Besondere Spielzeuge zu Weihnachten
Für die Weihnachtszeit gibt es großartige Geschenkideen. Während Erwachsene sich oft am meisten auf den ersten Glühwein oder die Lichterketten zu Weihnachten freuen, strahlen die Kinderaugen bei neuen Spielsachen.
Zu Weihnachten gibt es oftmals tolle Geschenksets mit Weihnachtsmotiv, wie z. B. Puzzles, Kuscheltiere oder spezielle Bausets (z. B. 3D-Tannen). Aber auch die neueste Konsole oder die neueste Puppe, die der größte Wunsch waren, sorgen garantiert für große Freude an Heiligabend. Ob klassisch, modern oder überraschend – das richtige Spielzeug unter dem Weihnachtsbaum macht die Feiertage ein Stück magischer und erinnert uns daran, wie schön es ist, anderen eine echte Freude zu bereiten.
Spielzeuge für Mädchen
Viele Mädchen freuen sich besonders über Puppen und Kuscheltiere als Weihnachtsgeschenk. Vor allem Puppen aus Plastik enthalten häufig jedoch Weichmacher (Phthalate), da sie hartes PVC elastischer machen. Diese Weichmacher können nach und nach freigesetzt werden. Eine Oberfläche, die stark nach Plastik riecht, sollte vor allem bei jüngeren Kindern (die sich die meisten Dinge in den Mund stecken) vermieden werden. Aber da Weichmacher auch über die Haut aufgenommen werden können, sollte Plastikspielzeug mit Weichmachern ohnehin mit Vorsicht genossen werden.
Unbedenkliches Plastikspielzeug besteht hingegen aus Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) und dem Hartplastik ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer). Diese Materialien setzen weniger Schadstoffe frei. Weiches Plastik sollte unbedingt PVC- und phthalatfrei (also
ohne Weichmacher) sein. Bei Plastikspielzeug ist neben dem GS-Siegel das „spiel gut“-Siegel das wichtigste Zeichen für unbedenkliches Spielzeug.
Spielzeuge für Jungen
Nicht immer, aber häufig, wünschen sich Jungs eher Bausets, elektrische Autos oder Actionfiguren. Häufig haben Jungen auch mehr Spaß an Konsolen als Mädchen. Bei den Sicherheitsrichtlinien gilt Ähnliches: Das VDE-Zeichen, ebenso wie das TÜV- oder DEKRA-Siegel, garantiert die Sicherheit eines Produkts – auch hinsichtlich der elektrischen Gefährdung.
Außerdem gibt es das WFTO-Siegel (World Fair Trade Organization). Es hilft, fair produziertes Spielzeug zu erkennen. Holzspielzeug ist generell umweltfreundlicher und besser verträglich als Plastik. Vor allem dann, wenn es unbehandeltes Voll- oder Massivholz ist. Wenn es mit dem FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) versehen ist, stammt das Holzspielzeug aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern.
Ein Experten-Tipp: Puzzles aus Sperrholz sind hingegen nicht zu empfehlen, da sie Formaldehyd enthalten können. Dieses kann insbesondere bei jüngeren Kindern die Atemwege reizen.








