979 000 Sachsen-​Anhalterinnen feiern den Internationalen Frauentag

979 000 Sachsen-​Anhalterinnen feiern den Internationalen Frauentag
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
von 6. März 2023 0 Kommentare

Am 8. März feiern rund 979 000 Sachsen-​Anhalterinnen über 15 Jahre den Internationalen Frauentag, der in diesem Jahr unter dem Motto steht „Wer Fachkräfte sucht, kann auf Frauen nicht verzichten!“

Das sind 88 % der weiblichen Bevölkerung. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, lebten Ende November 2022 rund 1 114 023 Mädchen und Frauen in Sachsen-​Anhalt. Mit 51 % war das weibliche Geschlecht gegenüber dem männlichen leicht in der Mehrheit.

Wie aus der Haushaltsbefragung „Mikrozensus“ hervorging, waren 2021 rund 49 % der Frauen über 15 Jahre erwerbstätig. Davon gaben ca. 16 % an, normalerweise weniger als 30 Stunden pro Woche zu arbeiten, ca. 39 % leisteten zwischen 30 und 39 Arbeitsstunden und rund 44 % arbeiteten 40 und mehr Wochenstunden. 201 500 Mütter waren 2021 erwerbstätig. Davon gingen 54 % einer Vollzeitbeschäftigung nach, 41 % waren teilzeitbeschäftigt. 5 % der Mütter haben keine Angaben zur Arbeitszeit gemacht.

Als Grund für die Teilzeittätigkeit gaben abhängig erwerbstätige Frauen in Sachsen-​Anhalt am häufigsten an, dass sie eine Vollzeittätigkeit gar nicht wünschen. Für 40 000 Erwerbstätige war dies 2021 der maßgebliche Grund. Weitere 36 000 erwerbstätige Frauen gaben an, dass sie eine adäquate Vollzeittätigkeit auf dem hiesigen Arbeitsmarkt nicht finden. Als drittwichtigster Grund für die Teilzeiterwerbstätigkeit wurde von 31 000 Frauen die Kinderbetreuung genannt. Weitere 25 000 Frauen nannten den Betreuung von Menschen mit Behinderungen bzw. pflegebedürftigen Menschen sowie sonstige familiäre Gründe als ausschlaggebend.

9 von 10 erwerbstätige Frauen, für die Kinderbetreuung die Teilzeiterwerbstätigkeit begründete, waren in der Altersgruppe der 25- bis unter 45-​Jährigen. 1 von 3 Frauen, die für die Pflege Angehöriger in Teilzeit arbeitet, war in der Altersgruppe der 55- bis unter 65-​Jährigen. 6 von 10 Frauen, die keine Vollzeiterwerbstätigkeit anstrebten, waren zwischen 45 bis unter 65 Jahren alt. In der gleichen Altersgruppe waren 2 von 3 Frauen, die gern Vollzeit arbeiten würden, aber keine Vollzeitstelle finden.

Damit traten Frauen aus Gründen der unbezahlten Care-​Arbeit beruflich deutlich häufiger kürzer als sachsen-​anhaltische Männer. Nur rund 8 000 abhängig erwerbstätige Männer gaben an, in Teilzeit zu arbeiten, weil sie sich um Kinder oder pflegebedürftige Angehörige kümmerten.

2021 lebten 28 % (262 100) der Frauen über 15 Jahre in Familien mit Kindern. 55 % davon waren Ehefrauen und Mütter, 20 % lebten in Lebensgemeinschaften mit Kind bzw. Kindern und 25 % waren Alleinerziehende. Mit 60 % lebte die Mehrzahl der Mütter mit 1 Kind im Haushalt, 31 % mit 2 Kindern und rund 9 % lebten mit 3 und mehr Kindern unter einem Dach. Ihren Ehrentag begehen auch Frauen ohne im Haushalt lebende Kinder: 49 % von ihnen als Ehefrauen, 9 % in einer Lebensgemeinschaft lebend und 38 % als alleinlebende Frauen.

Sachsen-​Anhalterinnen waren 2021 durchschnittlich 49,8 Jahre alt und damit 3 Jahre und 6 Monate älter als die Männer. Nach dem Familienstand betrachtet waren 35 % der weiblichen Bevölkerung ledig, 42 % waren verheiratet, 14 % verwitwet und 9 % geschieden.

Ledige Frauen heirateten 2021 im Durchschnitt mit 34 Jahren und 6 Monaten, die ledigen Männer waren bei ihrem 1. Schritt in die Ehe durchschnittlich 3 Jahre und 1 Monat älter. Der Kinderwunsch der Frauen erfüllt sich immer später. Die Sachsen-​Anhalterinnen waren 2021 bei der Geburt ihres 1. Kindes durchschnittlich 29,1 Jahre alt, 2011 waren sie im Schnitt noch 1 Jahr und 11 Monate jünger.

Der Mikrozensus ist eine jährliche 1%ige Stichprobenerhebung der Privathaushalte. Die Ergebnisse sind nur eingeschränkt mit den Werten der Vorjahre vergleichbar. Der Mikrozensus wurde 2020 methodisch neugestaltet. Weitere methodische Informationen finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-​Anhalt.

Weitere Informationen zum Thema Bevölkerung finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-​Anhalt. Lange Zeitreihen oder die Basisdaten können über die Tabellen zur Bevölkerung  in der Datenbank GENESIS-​Online abgerufen werden.

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