Getreide- und Winterrapsernte 2019 leicht erhöht

Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt | Vermischtes
von hallelife.de | Redaktion

2019 ernteten die landwirtschaftlichen Betriebe Sachsen-Anhalts 3,25 Mill. t Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) und 0,20 Mill. t Winterraps. Getreide wurde auf 566 110 ha und Winterraps auf 72 809 ha und damit zusam-men auf etwa 64,8 % der gesamten von sachsen-anhaltischen Betrieben bewirtschafteten Ackerfläche angebaut.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, lagen die erzielten Hektarerträge um 8,1 % bei Getreide (+4,3 dt/ha) und um 0,6 % bei Winterraps (+0,2 dt/ha) über den Werten des Jahres 2018.

Die Landwirte fuhren im Durchschnitt 57,4 dt Getreide bzw. 27,9 dt Winterraps pro ha ein. Im Vergleich zum Mittelwert der letzten 6 Jahre (2013 - 2018) wurden 12,4 dt (-17,8 %) weniger Getreide und 9,4 dt (-25,2 %) weniger Winterraps je ha geerntet.

Große Rückgänge der Erntemenge waren im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt (2013 - 18) bei Sommerweizen (-26,6 %), Hartweizen (-19,8 %) und Winterweizen (-19,6 %) zu verzeichnen. Mit 2,02 Mill. t hatte der Winterweizen einen Anteil von rund 2/3 an der gesamten Getreideernte in Sachsen-Anhalt und war in vielen Betrieben die Hauptkultur. Winterweizen gehörte mit 60,7 dt/ha weiterhin zu den ertragsstärksten Getreidearten seit Jahren.

Auch wegen des Anbauflächenzuwachs von 9,9 % konnten die landwirtschaftlichen Betriebe 2019 insgesamt 3,84 Mill. t mehr Silo- und Grünmais als ein Jahr zuvor ernten. Dies war ein Plus um 24,7 %. Auch die Erntemenge von Zuckerrüben (+17,1 %) und Kartoffeln (+17,4 %) wuchs im Vergleich zum Vorjahr. Die Erntemenge betrug für Zuckerrüben 2,55 Mill. t und für Kartoffeln 0,49 Mill. t.

Die niedrigen Erträge waren mit den fehlenden Niederschlägen über mehrere Monate in den vergangenen Jahren zu erklären. Bereits im Herbst 2018 erschwerte die große Trockenheit die Aussaatbedingungen. Dazu kamen die extrem hohen Temperaturen im Vegetations- und Erntejahr 2019. Daher musste mit der Getreide- und Rapsernte deutlich eher als üblich begonnen werden.

Die Angaben beruhen auf den endgültigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung und den abgeschlossenen Ernteschätzungen im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung (EBE) sowie dem endgültigen Ergebnis der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE).

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