Studierende aus Halle beim Deutschen Multimediapreis nominiert

Bild aus Letters to Joe
Deutscher Multimediapreis mb21 | Vermischtes
von hallelife.de | Redaktion

Letters to Joe visioniert über das Leben eines wiederbelebten Kryonik-Patienten. Die künstlerisch-dystopische Arbeit darf nun auf eine Auszeichnung in dem bundesweiten Kreativwettbewerb hoffen.

Letters to Joe ist ein spekulatives Designprojekt, das sich mit dem Thema Integration am Beispiel eines Kryonik-Patienten beschäftigt.“ So beschreibt die 24-jährige Franziska Wanda Silberhorn ihren Wettbewerbsbeitrag, der es bis in die Endrunde des Deutschen Multimediapreis mb21 geschafft hat. Franziska studiert Kommunikationsdesign an der Kunstschule Burg Giebichenstein. Letters to Joe ist ihr erstes Animationsprojekt. In 21 Episoden schreibt ein in der Zukunft wiederbelebter Kryonik-Patient 21 Briefe an seine ehemalige Jugendfreundin Joe. Wie ist es möglich, sich in der neuen Gegenwart zurechtzufinden, wie mit der Vergangenheit umgehen, wenn alle Brücken dazwischen abgebrochen sind? In den einzelnen Filmsequenzen entwirft die Designerin Visionen einer neuen Welt und visualisiert die Emotionen des Wiedererwachten, dessen Briefe einen inneren Monolog widerspiegeln. „Letters to Joe ist gestalterisch und künstlerisch innovativ umgesetzt, spricht elementare Lebensfragen an und lässt Spielraum für eigene Zukunftsvisionen“, begründet die Wettbewerbs-Jury die Nominierung des Projekts für eine der Gewinne in Gesamthöhe von 11.000 Euro.

Preisverleihung am 14. November im Live-Stream

Welche Auszeichnung Franziska Wanda Silberhorn erhält, erfährt die Studierende erst bei der Preisverleihung am 14. November ab 18 Uhr. In diesem Jahr findet sie zum ersten Mal online statt und wird als Live-Stream im Internet ausgestrahlt. Auch das Programm des Medienfestivals, das am 14. und 15. November in Dresden stattfinden sollte, wird aufgrund der Corona-Pandemie ins Netz verlegt. „Wir werden auch in diesem Jahr allen Gewinner*innen die Möglichkeit geben, ihre ausgezeichneten Projekte einem breiten Publikum vorzustellen. Zusätzlich wird es ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Indie Game-Forum, Workshops und Panels geben“, verspricht Hannes Güntherodt, Projektleiter des Wettbewerbs beim Medienkulturzentrum Dresden. „Wir freuen uns, das Medienfestival damit auch für die Besucher*innen öffnen zu können, die bislang nicht die Möglichkeit hatten, vor Ort in Dresden dabei zu sein“, ergänzt Thomas Hartmann, Projektleiter beim deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum. Detaillierte Informationen zum Programm des Medienfestivals werden Ende Oktober auf der Website des Wettbewerbs veröffentlicht.

Der Deutsche Multimediapreis mb21 wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Landeshauptstadt Dresden gefördert. Veranstalter sind das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) sowie das Medienkulturzentrum Dresden.

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