Einführung in alten Handschriften und Drucke

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Franckesche Stiftungen | Vermischtes
von Tobias Fischer

Noch bis zum 28. August 2009 sind 20 junge Wissenschaftler beim Sommerkurs im Studienzentrum August Hermann Francke in Halle (Saale) dabei. Die Veranstaltung hat sich in den letzten Jahren zu einer sehr begehrten Weiterbildung etabliert, davon zeugen Teilnehmer, die in diesem Jahr aus der USA bzw

Einführung in alten Handschriften und Drucke

Noch bis zum 28. August 2009 sind 20 junge Wissenschaftler beim Sommerkurs im Studienzentrum August Hermann Francke in Halle (Saale) dabei. Die Veranstaltung hat sich in den letzten Jahren zu einer sehr begehrten Weiterbildung etabliert, davon zeugen Teilnehmer, die in diesem Jahr aus der USA bzw. Australien den Weg nach Halle gefunden haben. Ziel der Kurse ist es, Kernkompetenzen des historischen Quellenstudiums zu vermitteln, dazu gehören grundlegende Informationen zum Arbeiten mit Handschriften und alten Drucken ebenso wie das Lesen von Handschriften des 18. und 19. Jahrhunderts. Erstmals können die Nachwuchswissenschaftler an den originalen Schreibproben der Waisenkinder am Halleschen Waisenhaus arbeiten, die kürzlich in der Marienbibliothek entdeckt wurden.

Das Studienzentrum August Hermann Francke bietet mit seinen Sammlungen in Archiv und Bibliothek einen Informationsspeicher, der Forschern verschiedener Disziplinen offen steht. Die Breite der Fachgebiete der teilnehmenden Nachwuchswissenschaftler spiegelt gleichsam das interdisziplinäre Interesse an den Sammlungen der Franckeschen Stiftungen wider: Die Theologen, Historiker, Pädagogen, Altertums-, Literatur- und Sprachwissenschaftler machen sich im Rahmen des Sommerkurses mit den Quellen in Archiv und Bibliothek der Franckeschen Stiftungen vertraut und erschließen sie in ersten Leseübungen. Die Grundlagen der Schrift des 18. Jahrhunderts werden dabei anhand einer Vorlage aus einem Schreibmeisterbuch von 1720 geübt. Nach historischen und didaktischen Gesichtspunkten ausgewählte Briefe machen im weiteren Verlauf nicht nur die unterschiedliche Lesbarkeit alter Handschriften deutlich, sondern geben gleichzeitig einen Einblick in die weltweiten Beziehungen der Franckeschen Stiftungen.

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