Förderung für neues Christian-Wolff-Projekt

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Aufklärungsforschung | Vermischtes
von Tobias Fischer

Mit einer Förderung von rund 450. 000 Euro unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft die historisch-kritische Edition des Briefwechsels zwischen Christian Wolff und Ernst Christoph Graf von Manteuffel. Für das Projekt kooperieren die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Förderung für neues Christian-Wolff-Projekt

Mit einer Förderung von rund 450.000 Euro unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft die historisch-kritische Edition des Briefwechsels zwischen Christian Wolff und Ernst Christoph Graf von Manteuffel. Für das Projekt kooperieren die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.

"Es handelt sich um ein einzigartiges Konvolut von circa 500 Briefen, die nahezu lückenlos erhalten sind", sagt MLU-Philosophie-Professor Jürgen Stolzenberg. "Während die gedruckten Werke Wolffs leicht zugänglich sind, stellen seine Briefe immer noch eine terra incognita der Aufklärungsforschung dar. Mit unserem Projekt können wir für Abhilfe sorgen." Neben den Antragstellern Prof. Dr. Stolzenberg und Prof. Dr. Detlef Döring (Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig) ist das an der halleschen Universität angesiedelte Interdisziplinäre Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) an der Edition beteiligt.

Die Wolff-Manteuffel-Korrespondenz erstreckt sich über die Jahre 1738 bis 1748. Sie dokumentiert, wie sich Wolff und Manteuffel innerhalb der politischen, philosophischen, theologischen und naturwissenschaftlichen Debatten der europäischen Aufklärung in dieser Zeit positioniert haben. "Der Briefwechsel eröffnet einen weitreichenden Einblick in die Funktionen sozial- und wissenschaftspolitischer Aufklärungsnetzwerke der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts", erläutert Stolzenberg. "Mit der historisch-kritischen Edition wird eine verlässliche Grundlage für die Erforschung des philosophischen und politischen Wolffianismus, seiner weit verzweigten Netzwerke sowie der Biographie Wolffs in seiner späten Lebensphase bereitgestellt."

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