Schätze lebendiger Vergangenheit

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Rezension | Vermischtes
von Tobias Fischer

Unter dem Titel „Schätze lebendiger Vergangenheit“ hat der Mitteldeutsche Verlag eine neue Reihe von Kulturreiseführer für Sachsen-Anhalt gestartet. Diese Schriftenreihe, die auf vier Titel konzipiert ist, erscheint im Rahmen der Landesinitiative „Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert“, denn kaum ein anderes Bundesland hat so einen Reichtum an kulturellen Schätzen aus dem Zeitalter der Aufklärung zu bieten

Schätze lebendiger Vergangenheit

Unter dem Titel „Schätze lebendiger Vergangenheit“ hat der Mitteldeutsche Verlag eine neue Reihe von Kulturreiseführer für Sachsen-Anhalt gestartet. Diese Schriftenreihe, die auf vier Titel konzipiert ist, erscheint im Rahmen der Landesinitiative „Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert“, denn kaum ein anderes Bundesland hat so einen Reichtum an kulturellen Schätzen aus dem Zeitalter der Aufklärung zu bieten. Neben den touristischen Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten sollen diese Kulturreiseführer auch die großen kulturellen und geistigen Leistungen dieser Zeit näher bringen.

Da man das 18. Jahrhundert auch als das „Jahrhundert des Briefes“ bezeichnet, werden in allen vier Bänden Teile eines fiktiven Briefromans präsentiert. Er schildert die Lebens-geschichte der Kaufmannstochter Elisabeth, die ihrer Großmutter in Briefen von ihrem Alltag, ihren Erlebnissen und Reisen berichtet.

Im ersten Band „Altmark, Börde und Magdeburg“ erzählt die Briefschreiberin von ihrer Kindheit und Jugend in Salzwedel. Auf mehreren Reisen lernt sie Land und Leute kennen. In Magdeburg keimt dann zwischen ihr und einem jungen Mann eine erste zarte Liebe auf.

Nach den Briefen der Elisabeth werden zahlreiche touristische Ziele und berühmte Persönlichkeiten (Winckelmann) vorgestellt, die eng mit dem Zeitalter der Aufklärung verbunden waren. Damit wird ein interessanter Zusammenhang zwischen kultureller Überlieferung und modernem Tourismus geschaffen.

Von der Landeshauptstadt Magdeburg geht es über Salzwedel, Arendsee, Stendal bis nach Haldensleben, wo jeweils auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten hingewiesen wird. Dazu gibt es eine Menge Tipps zur Erkundung der einzigartigen Region, in der sich auch die „Straße der Romanik“ und die „Deutsche Fachwerkstraße“ kreuzen. Außerdem werden nützliche Informationen (Kurzbeschreibung, Anschrift, Telefonnummer, Öffnungszeiten und Webseite) zu den wichtigsten Museen und Sehenswürdigkeiten an-geführt.

Die neuen, reich illustrierten Kulturreiseführer „Schätze lebendiger Vergangenheit“ sind Lesebücher und Reiseführer für alle, die den Spuren der Aufklärung durch Sachsen-Anhalt folgen wollen. Die einzelnen Bände sind kein Lexikon, sie begleiten aber den kultu-rell interessierten Reisenden - im vorliegenden Band durch das nördliche Sachsen-Anhalt.

Manfred Orlick



Jürgen Westphal

„Schätze lebendiger Vergangenheit - Altmark, Magdeburg und Börde“

Mitteldeutscher Verlag Halle 2010, 14,90 €, 200 S., ISBN 978-3-89812-695-3

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