Arbeitsgruppe Moorbodenschutz nimmt Arbeit auf

Moor im Hochharz - Foto - S. Ellermann
Umweltschutz Sachsen-Anhalt | Vermischtes
von hallelife.de | Redaktion

Um die Erhaltung und Wiedervernässung von Moorflächen in Sachsen-Anhalt zu unterstützen, wurde eine Arbeitsgruppe Moorbodenschutz beim Landesamt für Umweltschutz eingerichtet. Sie setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern mehrerer Ministerien und Fachbehörden zusammen. Das erste Treffen fand am 24. März in Form einer Videokonferenz statt.

 

Mit dem Moorbodenschutz greift die Arbeitsgruppe eine Maßnahme des Klima- und Energiekonzeptes (KEK) aus dem Handlungsfeld Landwirtschaft/Landnutzung/Forstwirtschaft und Ernährung auf, die auf die Erhaltung und Mehrung von Kohlenstoffsenken abzielt. Dabei müssen die Ziele des Klimaschutzes mit den Belangen des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Landwirtschaft in Einklang gebracht werden. Mit der interdisziplinären Zusammensetzung der Arbeitsgruppe Moorbodenschutz sollen diese unterschiedlichen Ausgangs- und Interessenlagen bestmöglich berücksichtigt werden. Die so entwickelten Projekte sind gleichzeitig ein Beitrag des Landes im Rahmen bundesweiter Vereinbarungen zum Klimaschutz durch Moorbodenschutz. Die Projekte sollen in Sachsen-Anhalt nach dem Grundsatz der Freiwilligkeit gemeinsam mit Flächeneigentümern und Bewirtschaftern durchgeführt werden.

Moore spielen für die Umwelt eine wichtige Rolle. Sie regulieren den Wasserhaushalt von Ökosystemen, bieten vielen seltenen Pflanzen und Tierarten Lebensraum und speichern klimaschädliche Treibhausgase. Ihre organischen Böden sind ein relevanter Kohlenstoffspeicher, ihr Rückgang trägt erheblich zur Treibhausgas-Emission bei.

Im Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 des Bundes wurde festgelegt, dass eine Bund-Länder-Zielvereinbarung auf Grundlage des Positionspapiers der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung „Potenziale und Ziele zum Moor- und Klimaschutz“ beschlossen werden soll.

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