Jugend und Medien - Ein Überblick

Internet | Vermischtes
von hallelife.de | Redaktion

Mediennutzung und die Jugend von Heute gehen Hand in Hand. Smartphones, Spielkonsolen und Dauersurfen auf “Instagram” und “YouTube” gehören praktisch zum Alltag dazu. Doch jene Pauschalisierungen liefern ein nicht ganz stimmiges Bild in die tatsächlichen Präferenzen der heutigen Zeit. Laut dem internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen sind die Facetten deutscher Jugendlicher diesbezüglich sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Das Smartphone dominiert

Ein Gerät, welches aus der heutigen, deutschen Jugend nicht wegzudenken ist, stellt das Smartphone dar. Sowohl knapp 95 % der Jungs als auch Mädchen sind damit täglich bzw. mehrmals pro Woche beschäftigt. Dabei sind die Verhältnisse im Vergleich zu anderen Endgeräten sehr eindeutig. Nur etwa 70 % aller Burschen nutzen beispielsweise einen eigenen Laptop regelmäßig, bei den Mädchen sind es gar nur 61 %.

Die Nutzung dieser Geräte fällt auch jeweils unterschiedlich aus. Über 95 % aller Befragten gaben an, unabhängig vom Endgerät am liebsten im Internet zu surfen. Knapp dahinter mit über 90 % ist das Hören von Musik eingereiht. Streaming wird ebenso genutzt -allerdings lieber für Online-Videos. Diese hängen mit jeweils 79 % der Mädchen bzw. 89 % aller Jungs “Netflix” und Co. mit 60 und 51 % sehr deutlich ab.

 

Die Jugend interessiert sich für Politik

Die Mediennutzung kommt auch in der heutzutage sehr polarisierten, politischen Welt zum Tragen. Nachrichtenseiten bzw. spezifische Apps stellen mit 67 %igem Nutzeranteil die meistgenutzte Informationsquelle dar. Dicht gefolgt davon ist das Fernsehen, welches 3 von 5 Jugendlichen für diesen Zweck nutzen. Soziale Netzwerke wie “YouTube”, “Instagram” oder “Facebook” kommen jeweils nicht über die 40-Prozent-Marke hinaus.

Dieser Trend hängt möglicherweise direkt damit zusammen, wie hoch die  jeweilige Glaubwürdigkeit eingeschätzt wird. Die Sender “ARD” und “ZDF” sowie überregionale Zeitungen genießen mit 82 bzw. 70 Prozent das größte Vertrauen. Informationen, die auf “YouTube” verbreitet werden, schätzen nur knapp 43 % als vertrauenswürdig ein. Am schlechtesten schneidet dabei “Twitter” mit nur knapp 23 % ab.

 

Jugend und Medien bringen neue Vorbilder hervor

Die zahlreichen Internetpersönlichkeiten, denen Jugendliche auf sozialen Medien folgen, dienen nicht nur dem Zweck der Unterhaltung. 17 % Prozent der Mädchen und 23 % der befragten Jungs stufen ihre Idole auf “YouTube” oder “TikTok” auch als persönliche Vorbilder ein. Noch besser kommen dabei Figuren aus Sendungen oder Serien an. 

Allerdings sind hier auch geschlechtsspezifische Interessen zu erkennen. Fast jedes vierte befragte Mädchen sieht Sängerinnen wie “Billie Eilish” als Inspirationsquelle für den eigenen, musikalischen Versuch. Bei Jungs dominiert eindeutig der Sport. Fitnessikonen sozialer Medien schaffen es knapp 30  % der Jungs dazu bewegen, sich im Fitnessstudio einzuschreiben oder sich Kugelgewichte bzw. Kurzhanteln für das Heim-Workout zuzulegen. 

 

“WhatsApp” dominiert bei den Sozialen Medien

Die regelmäßige Nutzung sozialer Medien gehört bei Jugendlichen in Deutschland zum Alltag dazu. “WhatsApp” mit 99 Prozent befindet sich dabei mit vier Prozentpunkten vor dem Videoportal “YouTube”. Dahinter befinden sich “Instagram” und “Facebook” in der Region von jeweils 70 Prozent. Am schlechtesten schneidet “Twitter” auch hier ab. Nur etwa jede fünfte, befragte Person nutzt dieses Netzwerk in regelmäßigen Abständen.

Diese Realitäten spiegeln sich auch in der Frage des Verzichts wieder. Knapp 3 von 5 Befragten könnten nicht auf “WhatsApp” verzichten - es ist somit mit Abstand das wichtigste “Social Network”. “YouTube” befindet sich mit etwa 16 Prozent abgeschlagen an zweiter Stelle. Den dritten und vierten Platz teilen sich “Facebook” und “Instagram” - nur etwa 8 Prozent der Probanden könnten sich Leben ohne diese Netzwerke nicht vorstellen.

Beitrag Teilen

Zurück