Konkurrenz auf dem europäischen E-Scooter-Markt durch den Ansturm von US-Unternehmen

Mobilität | Vermischtes
von hallelife.de | Redaktion

Der Wettbewerb auf dem europäischen Markt für Elektroroller (E-Scooter) nimmt weiter zu, da Mikromobilitätsunternehmen neue Nachhaltigkeitstrends nutzen, um die Treibhausgasemissionen zu senken und die Verkehrsbelastung in den dicht besiedelten europäischen Städten zu reduzieren.

Darüber hinaus hat die Pandemie viele Menschen dazu veranlasst, überfüllte öffentliche Verkehrsnetze zu meiden und nach alternativen Transportmöglichkeiten zu suchen, was die Popularität von gemeinsam genutzten Mikro-Elektrofahrzeugen in der gesamten Region weiter ansteigen lässt.

Allein in diesem Jahr haben europäische E-Scooter-Verleiher wie Voi, Bolt, Tier und Dott Millionen an Risikokapital (VC) aufgebracht, um ihre Geschäfte auszubauen - ein klares Zeichen dafür, dass sich das Wachstum des Marktes für alternative Verkehrsmittel in nächster Zeit nicht verlangsamen wird.

Einem Bericht von TechCrunch vom 20. Dezember zufolge war die in Stockholm ansässige eScooter-Firma Voi das jüngste Unternehmen, das in einer überzeichneten Serie-D-Runde 101,8 Mio. € (115 Mio. $) an VC-Finanzierung erhielt, um seine Vision einer sauberen urbanen Mobilität weiter zu verfolgen.

Dieser neue Mittelzufluss erfolgt, nachdem das Unternehmen zwischen Dezember 2020 und August dieses Jahres 205 Millionen US-Dollar eingeworben hat, womit sich das Gesamtkapital seit der Gründung 2018 auf 500 Millionen US-Dollar erhöht hat.

Das schwedische Unternehmen, das zu den führenden europäischen Anbietern von Mikromobilität gehört, betreibt Roller in 70 Städten der Region. Mit Niederlassungen in 18 britischen Städten, darunter Bristol, Cambridge und Liverpool, hat das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Anteil von rund 70 % am britischen Markt.

Mit der neuen Finanzierung plant das Unternehmen, in zusätzliche Lösungen zu investieren, u. a. in die Befestigung von Parkplätzen, das Fahren auf Bürgersteigen und das Fahren zu zweit, so der Bericht, und fügt hinzu, dass die Kapitalerhöhung auch mit einem möglichen Börsengang im Jahr 2022 verbunden ist.

Regionale und internationale Konkurrenz

Wie Voi haben auch andere Akteure versucht, ihre Führungsposition im europäischen Mikromobilitätsmarkt zu festigen.

Im April nahm das in Amsterdam ansässige Startup Dott eine 85 Millionen Dollar schwere Finanzierungsrunde der Serie B auf, um seine Flotte von 30.000 Elektrorollern zu erweitern, die in einem Dutzend Städten in Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien und Polen eingesetzt werden. Das Unternehmen hat sein E-Scooter-Geschäft um einen E-Bike-Sharing-Service erweitert und das neue Angebot im Oktober in Paris eingeführt.

Ein weiterer Konkurrent, Tier, erhielt im November letzten Jahres 250 Millionen Dollar und schloss vor kurzem eine erfolgreiche Serie-D-Finanzierungsrunde ab, bei der 172 Millionen Euro bei einer Bewertung von 1,7 Milliarden Euro aufgebracht wurden.

Der ebenfalls 2018 gegründete deutsche E-Scooter-Verleiher gab kürzlich bekannt, dass er in Zusammenarbeit mit dem Londoner Stadtbezirk Islington 500 E-Bikes in London bereitgestellt hat, bevor er im Jahr 2022 eine breitere Einführung in der gesamten Hauptstadt plant. Dies war Teil seiner Expansionspläne in ganz Europa, wo das Unternehmen derzeit 60.000 Elektroroller in 80 Städten betreibt.

In diesem Monat erwarb das in Berlin ansässige E-Scooter-Unternehmen Vento Mobility, die italienische Tochtergesellschaft des deutschen Unternehmens Wind Mobility, was den Eintritt von Tier in den italienischen Markt markiert. Zuvor hatte Tier auch die deutsche Bike-Sharing-Plattform Nextbike übernommen, um sein Angebot zu erweitern und seine Führungsposition im Bereich der Mikromobilität weiter zu festigen. Mehr Spannung gibt es nur unter https://20bet.com/de/live.

Es gibt für die hiesigen Betreiber allerdings einen Grund zur Sorge. Anfang dieses Jahres gab die E-Scooter-Plattform Bird aus dem Silicon Valley bekannt, dass sie 150 Millionen Dollar für die Ausweitung ihrer E-Scooter-Flotte auf 50 neue Städte in Europa vorgesehen hat, wo fast jede zweite Fahrt mit Bird stattfindet.

Das in den USA ansässige Einhorn-Unternehmen begründete diese Entscheidung mit der positiven Entwicklung in Europa trotz der Auswirkungen des Coronavirus.

Als Zeichen der zunehmenden Verbreitung in Europa gab das amerikanische Unternehmen im Oktober bekannt, dass es "eine von nur drei begehrten Zweijahresgenehmigungen" für den Betrieb von Motorrollern in Marseille, der zweitgrößten Stadt Frankreichs, erhalten hat.

 

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