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Rente aufbessern | Vermischtes
von hallelife.de | Redaktion

Das deutsche Rentensystem ist einmalig auf der Welt. Die Jungen zahlen monatlich einen Teil ihres Bruttoeinkommens in die Rentenkasse ein. Das einbezahlte Geld wird dann in Form von Rentenzahlungen an Senioren ausbezahlt. Lange Zeit funktionierte dieses System hervorragend. Dadurch, dass die Lebenserwartung zunehmend ansteigt und weniger Nachwuchs nachkommt, ergibt sich aber eine Lücke im Rententopf: Wenn weniger Berufstätige einzahlen, ist weniger Geld da, welches an die immer älter werdende Bevölkerung ausgezahlt werden kann.

Diese demografische Entwicklung zieht einige Konsequenzen nach sich. So hebt die Regierung das Renteneintrittsalter Stück für Stück an, um die Auszahlungsperioden pro Bürger zu reduzieren. Da die Rente weitaus niedriger ist als das frühere Einkommen, müssen viele Menschen im Alter den Gürtel enger schneller. Viele Rentner kratzen sogar am Existenzminimum. Doch es gibt Möglichkeiten, um auch im Rentenalter sein Einkommen etwas zu erhöhen.

Immobilienleibrente

Die Immobilien Leibrente eignet sich für Rentner und Rentnerinnen, die eine eigene Immobilie besitzen und bringt zwei große Vorteile mit sich: Senioren verkaufen ihr Eigenheim an ein Unternehmen und erhalten im Gegenzug lebenslanges Wohnrecht sowie monatliche Zahlungen, um ihre reguläre Rente aufzustocken. Gleichzeitig können sie in ihrem Eigenheim wohnen bleiben, ohne mit hohen Instandhaltungs- und Renovierungskosten konfrontiert zu werden.

So funktioniert die Immobilienleibrente

Wie hoch die Immobilienleibrente ausfällt, hängt maßgeblich von zwei Dingen ab, und zwar vom Gesamtwert der Immobilie und vom Alter der Verkäufer. Je älter diese sind, desto geringer ist nämlich die Pauschale für das lebenslange Wohnrecht, die vom Gesamterlös abgezogen wird.

Um die Höhe der Auszahlung zu ermitteln, setzt man sich mit einem Unternehmen wie der Deutschen Teilkauf in Verbindung und bittet dieses um ein Angebot. Kommt es zum Verkauf, kann man sich entweder auf eine Einmalzahlung einigen, die Immobilienverrentung wählen oder auch eine Kombination aus beiden Modellen vereinbaren.

Minijob

Rüstige Rentner und Rentnerinnen können ihre Rente aber auch durch Arbeit aufstocken. Eine Teilzeit- oder gar Vollzeitarbeitsstelle würde auf die Rentenzahlungen angerechnet werden und lohnt sich daher nicht. Doch ein Minijob auf 450 €-Basis beeinflusst die staatliche Rente nicht und erfordert keine Steuererklärung.

Während die Jugend meist Minijobs im Bereich Gastronomie und Kultur ausübt, kommen diese körperlich fordernden Arbeiten für viele Rentner nicht mehr infrage, dennoch gibt es zahlreiche Möglichkeiten. So können Senioren beispielsweise als Küchenhilfe oder Lkw-Führer arbeiten und sich dabei ein paar Euro dazuverdienen. Da ein 450 €-Job meist nicht viele Stunden pro Woche umfasst bleibt genügend Zeit, um die neugewonnene Freizeit der Rente dennoch zu genießen.

Investition in ein Unternehmen

Immer mehr Rentner und Rentnerinnen möchten sich auf im fortgeschrittenen Alter noch aktiv irgendwo miteinbringen. So ist es unter anderem denkbar, dass man auch jenseits des Renteneintrittsalters noch in ein Unternehmen investiert. Besonders gut eignet sich dafür die Zusammenarbeit zwischen Alt und Jung in einem Start-up. Start-ups sind Jungunternehmen, die höchst innovativ, technologisch und modern sind. Der Erfahrungsschatz eines älteren Menschen kann den Erfolg des meist jungen tatkräftigen Teams voranbringen, indem er neue Perspektiven eröffnet.

Doch wie soll man investieren, wenn die Renteneinkünfte schon für den Lebensunterhalt kaum ausreichen? Auch Senioren können einen Kredit beantragen, indem sie der Bank Sicherheit in Form einer Grundschuld auf ihre Immobilie bieten. Entwickelt sich das Unternehmen gut, können die betagten Mentoren auch am Gewinn teilhaben und so ihr monatliches Einkommen aufbessern.

An später denken

Es lohnt sich auch für jüngere Semester, diese Möglichkeiten auf dem Schirm zu haben. Sieht man sich die Entwicklung an, werden es die jetzt Dreißig- oder Vierzigjährigen einmal noch schwerer haben als diejenigen, die heute Rente beziehen. Der Trend der älter werdenden Bevölkerung wird weitergehen, sodass am Ende noch weniger Geld für den Einzelnen bleiben wird.

Neben der privaten Altersvorsorge sollte man deshalb schon in jungen Jahren die Voraussetzungen für eine finanzielle Absicherung im Rentenalter schaffen: Eigene Immobilien sind dabei besonders vorteilhaft. Einerseits vermeidet man damit Mietzahlungen im Alter. Andererseits besteht immer die Option, das Wohneigentum selbst zu vermieten, um beispielsweise ins Seniorenheim oder zu den Kindern zu ziehen. Andererseits kann man damit auch die Immobilien Leibrente nutzen, sollte es eines Tages nötig werden.

 

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