Wann: 26.04.2017 - 31.10.2017

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Marcus Golter - Ein feiner stiller Ort | Ausstellung

Im Stadtmuseum Halle (Saale), fand gestern am Abend die Eröffnung der Sonderausstellung: „Marcus Golter - Ein feiner stiller Ort – Reliefs am Stadtgottesacker und freie Plastik“ statt.

Die Ausstellung des Halleschen Kunstvereins, in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Halle (Saale), zeigt großformatige Fotografien von Bogenreliefs auf dem Stadtgottesacker, mit den Werke von Bildhauer und Steinmetz Marcus Golter.

Jane Unger, die Direktorin des Stadtmuseums Halle (Saale) betonte, "Die Plastiken von Marcus Golter zeigen uns einen Einblick in unser Mensch" sein. Ein Raum der Stille, mit Gräbern vieler bedeuteten Persönlichkeiten, in einer Welt, auf der wir nur einen Moment Gast sind". Ebenso dankte sie allen die an den Ausstellungsvorbereitungen beteiligt waren.

Das Grußwort zur Eröffnung hielt Dr. Judith Marquart, Beigeordnete für Kultur und Sport. "Wir haben viele verborgene Schönheiten in unserer Stadt dazu gehört der Stadtgottesacker, erbaut ab 1557 in den Jahren der Reformation, vom Ratsbaumeister Nickel Hoffmann, ein einmaliges Renaissancedenkmal, welches zum Reformationsjubiläum fertig wird". Mit Stolz bemerkte sie: "Marcus Golter hat seinen Weg über die Hochschule Burg Giebichenstein "unsere" Kunsthochschule gefunden".

Ihren Dank richtete sie auch an alle Spender, die in den letzten Jahrzehnten dazu beigetragen haben und beitragen, den Stadtgottesacker wieder zum Leben erweckt zu haben. Das ist ein Geschenk für uns alle. Marcus Golter hat zahlreiche Gruftbögen restauriert oder neu gestaltet und so eine Brücke gebaut in die Vergangenheit aber auch in die Zukunft.

Dr. Hans-Georg Sehrt, vom Halleschen Kunstverein e.V., lobte Marcus Golter, für 20 Jahre Arbeit an 13 Bogen, wo das Neue an das noch Vorhandene, angepasst wurde.

Die Ausstellung zeigt eine Reihe von wunderbaren Fotografien und man sollte sich auch die Zeit nehmen den Text dazu zu lesen. Eine Nachtführung wird es am 28. September um 22:00 Uhr über den Stadtgottesacker geben.

Prof. Bernd Göbel ging in seiner Rede auf die Sage der Medusa und Figuren des griechischen Altertums ein.
Er lobte, dass die Bogen nach den Tätigkeiten der Gruftbesitzer gestaltet wurden, soweit noch bekannt war wem der Bogen gehört. Wo eine Besitzerherkunft verloren ging, hat Marcus Golter einleuchtente eigene Konzepte für diese Reliefs gefunden. Prof. Bernd Göbel bemängelte in seiner Rede aber auch, dass in unserer Betonwelt kein Platz mehr für Reliefs im offenen Raum ist.

Die Ausstellung kann bis zum 31. Oktober 2017 dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr im Stadtmuseum, Große Märkerstraße 10 besichtigt werden.

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