„Sonnen“ der Halloren

„Sonnen“ der Halloren
von 16. Juni 2022 0 Kommentare

„Sonnen“ der Halloren am 18. Juni 2022

„damit sie auch bey ihrer sauren Arbeit eine Ergetzlichkeit haben sollten“ und „miteinander fröhlich seyn dürffen“ (Dr. F. Hondorff, 1670)


 

Zum traditionsreichen Brauchtum der halleschen Salzsieder zählen seit alters her das Hallorenfest „Sonnen“. Dieses Ereignis mit dem besonderen Namen findet in Jahren mit gerader Jahreszahl, 14 Tage nach den kalendarischen Pfingstfeiertagen, statt und gilt bei den Halloren als das kleine Pfingstbierfest.

Das Ganze dient der „uralten Gerechtigkeit nach“, wie es in der ältesten überlieferten „Ordnung der SalzwirkerBrüderschaft im Thale zu Halle“ vom 3. Februar 1699 heißt. Und so werden auch am Samstag, den 18. Juni 2022, die Halloren um 15.00 Uhr auf der kleinen Wiese an der Schieferbrücke, unweit der Saline, aufmarschieren und mit einem offiziellen öffentlichen Akt das Fest eröffnen.

Im Mittelpunkt der Eröffnung steht das traditionelle „Friedewirken“, bei dem der Bürgermeister der Stadt Halle (Saale), Egbert Geier, die Salzwirker zu Ihren Pflichten und Verhaltensweisen unter Androhung von Strafe zum Sonnen belehrt und damit das Fest eröffnet. Als Dank erhält der Bürgermeister für seine gute Tat aus den Händen einer Hallorenbraut einen zünftigen Trunk und eine Kostprobe des zum Fest gebackenen Kuchens. Im Anschluss wird das Fahnenschwenken durch den Fähnrich der Brüderschaft ausgeführt, gefolgt vom Zappeltanz der Platzknechte.

Nach dem offiziellen Teil wird sich die Brüderschaft aus der Öffentlichkeit zurückziehen und im familiären Rahmen ihre Silberbecher in fröhlicher Runde bis tief in der Nacht kreisen lassen.

         

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