Neuer Geschäftsfeldleiter »Polymeranwendungen« am Fraunhofer IMWS

Neuer Geschäftsfeldleiter »Polymeranwendungen« am Fraunhofer IMWS
Dr.-Ing. Maik Feldmann leitet ab sofort das Geschäftsfeld »Polymeranwendungen« am Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS. Foto: © Fraunhofer IMWS / Sabine Bethke
von 17. Oktober 2022 0 Kommentare

Dr.-Ing. Maik Feldmann hat zum 4. Oktober 2022 die Leitung des Geschäftsfeldes »Polymeranwendungen« am Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS übernommen und ist damit gleichzeitig für den Bereich »Polymerverarbeitung« am Fraunhofer-Pilotanlagezentrum für Polymersynthese und -verarbeitung PAZ in Schkopau verantwortlich. Parallel zu seiner neuen Aufgabe wird er eine Professur für Kunststoffverarbeitung an der Hochschule Merseburg antreten.

 

 

Konventionelle Kunststoffe werden aus fossilen Rohstoffen wie Erdöl und Erdgas hergestellt. Zur Reduzierung der Abhängigkeit von diesen Rohstoffen und damit auch zur Verringerung des CO2-Ausstoßes aus fossilen Quellen werden konventionelle Kunststoffe vermehrt durch biobasierte Produkte ersetzt. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es erforderlich diese effizient zu nutzen und vermehrt zu recyclen.

Schwerpunkt der Forschung des Geschäftsfeldes »Polymeranwendungen« ist die Kunststoffverarbeitung und die Optimierung von Polymermaterialien zur verbesserten Energie- und Ressourceneffizienz sowie die Digitalisierung von Produktionsprozessen zur Effizienzsteigerung in der industriellen Produktion. Ergänzend hierzu kann am Fraunhofer PAZ die Polymersynthese und -verarbeitung vom Scale-up bis in den industrienahen Maßstab vorgenommen werden.

Mit seiner neuen Aufgabe als Geschäftsfeldleiter am Fraunhofer IMWS und als Professor an der Hochschule Merseburg möchte Maik Feldmann die Entwicklungen im Bereich »Polymeranwendungen und -verarbeitung« weiter vorantreiben und qualifizierten Nachwuchs ausbilden. »Fragen der Kunststoffverarbeitung und der Optimierung von Polymermaterialien gewinnen vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und wissenschaftlich-technischer Herausforderungen zunehmend an Bedeutung. Durch die Entwicklung neuer Materialien und Prozesse, bis hin zur Großserientauglichkeit, können hier erhebliche Fortschritte realisiert werden. Ich freue mich darauf, diese Herausforderungen zusammen mit unseren Partnern in der Wirtschaft anzugehen«, sagt Feldmann.

Maik Feldmann studierte Maschinenbau an der Universität Kassel, wo er 2012 promovierte. Seit 2008 hatte er verschiedene Funktionen am Institut für Werkstofftechnik der Universität Kassel inne, unter anderem leitete er die Abteilung »Materialentwicklung und Verbundwerkstoffe« im Fachgebiet Kunststofftechnik der Universität. Gleichzeitig war er für einige Jahre Geschäftsführer des Forschungsverbundes »Safe Materials«. Bevor er zu Fraunhofer wechselte, war Feldmann bei der Hexagon Purus GmbH im Bereich der Entwicklung von Leichtbau-Hochdruckbehältern zur Wasserstoffspeicherung sowie deren Herstellungsprozessen tätig.

Prof. Erica Lilleodden, Institutsleiterin des Fraunhofer IMWS, erklärt: »Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Maik Feldmann, der das Portfolio des Forschungsbereichs durch seinen Ingenieurshintergrund hervorragend ergänzen wird. Seine Erfahrungen in der Wirtschaft sowie seine Expertise in der Materialentwicklung, gerade beim Einsatz von Verbundwerkstoffen für Speicherung und Transport von Wasserstoff, sind eine Bereicherung für unser Institut.«

         

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