Berufsstart in der Pflege zwischen Pandemie und Patientenverantwortung

Berufsstart in der Pflege zwischen Pandemie und Patientenverantwortung
In Feierlaune: Absolventinnen und Absolventen vor dem „Schlösschen“ auf dem Gelände der Christlichen Akademie. (Quelle / Jan-Stephan Schweda)
von 2. September 2022 0 Kommentare

Bei der feierlichen Exmatrikulation haben die Absolventinnen und Absolventen der Christlichen Akademie für Gesundheitsund Pflegeberufe (CAGP) am 31. August in der halleschen Petruskirche ihre Abschlusszeugnisse entgegengenommen. Zum 1. September begrüßte die Akademie insgesamt 102 neue Auszubildende auf dem Campus an der Saale.

 

Rund 70 Absolventinnen und Absolventen in den Bereichen Gesundheits und Krankenpflege, Kinderkrankenpflege, Altenpflege und Krankenpflegehilfe blickten bei der feierlichen Verabschiedung auf zumeist drei Jahre der theoretischen und praktischen Ausbildung in der CAGP, in den drei Einrichtungen Krankenhaus MarthaMaria HalleDölau, Diakoniekrankenhaus Halle und Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara und bei weiteren Kooperationspartnern, zurück. Eröffnet wurde die Feier von Andrea Nutz, Pädagogische Leiterin Ausbildung an der Christlichen Akademie. Ihre Ausführungen machten deutlich, dass der 2019 gestartete Abschlussjahrgang ein besonderer ist. Nicht nur fand die Ausbildung pandemiebedingt in weiten Teilen auf digitalem Weg und unter besonderen Bedingungen an den Praxisorten statt.
Auch die sozialen Kontakte, die für gewöhnlich Halt und Orientierung auf dem Ausbildungsweg geben, waren zeitweise auf ein Minimum beschränkt. Eine weitere Besonderheit: Mit der Umstellung auf die Generalistische Pflegeausbildung wurden die meisten der Abschlüsse zum letzten Mal vergeben.

Ein Gruß an den neuen Ausbildungsjahrgang – im Namen der Christlichen Akademie, ihrer Gesellschafter und der Kooperationspartner (v.l.n.r.): Kathleen Wüste-Gottschalk (Pflegedirektorin, Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle), Doreen Garré (Stabsstelle Wissens- und Talentmanagement, Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle), Mandy Lehmann (Zentrale Praxisanleiterin, Helios Klinik Köthen), Katrin Neef-Wedler (Pädagogische Leiterin CURSUS – Zentrum für Pflegende Angehörige Halle), Andrea Nutz (Pädagogische Leiterin Ausbildung, CAGP), Annett Orantek (Fachleitung Aus-, Fort- und Weiterbildung & Sozialer Dienst, Diakoniekrankenhaus Halle), Ilka Hammer (Pflegedienstleiterin, Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau), Marcel Süß (Stv. Pflegedienstleiter, Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau), Claudia Menz (Zentrale Praxisanleiterin, Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau).

MariaAnna Feydt, Teamleitung der Seelsorge am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, setzte den geistlichen Impuls des Tages. Ihre Reflexion zum Psalm 31,9 „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ brachte zum Ausdruck, wie der neue Lebensabschnitt, trotz aller Einschränkungen, durch das Vertrauen in Gott oder andere persönliche Kraftquellen zu einem Feld der Möglichkeiten und Chancen werden kann.

Die feierliche Zeugnisausgabe konnte in diesem Jahr erstmals wieder von vielen Angehörigen der frisch gebackenen Pflegeexpertinnen und experten verfolgt werden. Eine besondere Ehrung wurde jenen vier Absolventinnen und Absolventen zuteil, die ihre Ausbildung mit der Bewertung „Sehr gut“ abgeschlossen haben. Den Abschluss der Festveranstaltung bildeten einige humorvoll vorgetragene Anekdoten der Auszubildendensprecher der Akademie gepaart mit einem herzlichen Dank an die Kursleiterinnen und Kursleiter für die engagierte Lehre und die individuelle Betreuung in widrigen Zeiten.

 

In Feierlaune: Absolventinnen und Absolventen vor dem „Schlösschen“ auf dem Gelände der Christlichen Akademie. (Quelle / Jan-Stephan Schweda)

 

Vor der historischen Kulisse der Christlichen Akademie am Flussufer der Saale wurden am Folgetag die 102 neuen Auszubildenden begrüßt. Die Immatrikulationsfeier, an der auch die Pflegeverantwortlichen der drei Gesellschafterkrankenhäuser und einiger Kooperationspartner teilnahmen, markiert traditionell den Start in das neue Ausbildungsjahr. Andrea Nutz begrüßte die Anwesenden stellvertretend für das Leitungskollegium der CAGP. Den neuen Auszubildenden gab sie einige Gedanken zum Wert sinnstiftender Arbeit mit auf den bevorstehenden Weg: „Zufriedenheit lässt sich auch dadurch gewinnen, indem man anderen Menschen durch sein Wissen und Tun Freude und Linderung bereitet. Vor Ihnen liegt der Weg in einen Beruf, der Ihnen viel abverlangen, aber noch viel mehr zurückgeben wird.“ Mit ihrem gemeinsam einstudierten und mit ganzem Körpereinsatz vorgetragenen Segenslied als besonderem Programmpunkt hatten sich die Kinder der Kindertagesstätte des Diakoniewerkes Halle den anschließenden großen Applaus verdient.

Pastorin Sabine Schober vom Krankenhaus MarthaMaria HalleDölau einte die Anwesenden mit ihrem geistlichen Impuls. „Im Christentum ist das Leben ein Geschenk. In Ihrem Beruf werden Sie erfahren, wie Leben in Gefahr gerät.

Gaben den Auszubildenden stellvertretend für alle Kooperationspartner der CAGP die besten Wünsche mit auf den Weg (v.l.n.r.): Harriet Ködelpeter (Heimleiterin, Kanzler von Pfau’sche Stiftung), Anne-Kathrin Müller (Referentin Aus-, Fort- und Weiterbildung Paul-Riebeck-Stiftung), Anita Krause (OP-Schwester und Praxisanleiterin, Städtisches Klinikum Dessau), Peggy Graßhof (Zentrale Praxisanleiterin, Asklepios-Klinik Weißenfels)

Sie werden aber auch diejenigen sein, die den Ihnen anvertrauten Menschen die nötige Hilfe und Unterstützung zukommen lassen können“, so Pastorin Schober. Die ausgestreckte Hand auf der Schulter des oder der Nebenstehenden symbolisierte während des Segens die Verbundenheit untereinander. Dass der neue Ausbildungsjahrgang sich auch ganz praktisch auf Wegweisungen an der Christlichen Akademie verlassen kann, zeigte das Angebot eines ausführlichen Rundgangs über das Gelände mit eigens gefundenen Lotsinnen und Lotsen sowie den neu gewählten Auszubildendensprechern.

 

Vor der feierlichen Zeugnisübergabe in der halleschen Petruskirche. Untere Reihe (v.l.n.r.): Annett Orantek (Fachleitung Aus-, Fort- und Weiterbildung & Sozialer Dienst, Diakoniekrankenhaus Halle), Harriet Ködelpeter (Heimleiterin, Kanzler von Pfau’sche Stiftung), Kathrin Kirchner (Zentrale Praxisanleiterin, Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau). Mittlere Reihe (v.l.n.r.): Karolin Schappo-Jähnichen (Zentrale Praxisanleiterin, Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle): Doreen Garré (Stabsstelle Wissens- und Talentmanagement, Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle): Juliane Och (Zentrale Praxisanleiterin, Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau). Obere Reihe (v.l.n.r.): Antje Ueberall (Pädagogisches Kollegium, CAGP), Katrin Brauer (Prokuristin, Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle), Maria-Anna Feydt (Teamleitung Seelsorge, Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle), Andrea Nutz (Pädagogische Leiterin Ausbildung, CAGP), René Liebetanz (Pädagogisches Kollegium, CAGP).

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