Das geringste Verfügbare Einkommen hatten im Jahr 2014 die Einwohner der kreisfreien Städte Halle (Saale) und Magdeburg mit 16411 EUR bzw. 16912 EUR.
Gegenüber dem Jahr 2013 hatte das Verfügbare Einkommen je Einwohner in Sachsen-Anhalt um 2,4Prozent zugenommen, das war ein Zuwachs von rund 400 EUR je Einwohner. Dabei stieg das Verfügbare Einkommen je Einwohner in allen Landkreisen und kreisfreien Städten, allerdings in unterschiedlichem Maße. Die höchste Zunahme mit 495 EUR je Einwohner bzw. 3,0Prozent wurde für den Salzlandkreis ermittelt, die geringste Zunahme gab es mit 203 EUR bzw. 1,2 Prozent für die Stadt Magdeburg.
Im Bundesdurchschnitt betrug 2014 das Verfügbare Einkommen 21117 EUR, so dass jedem Sachsen-Anhalter lediglich 84Prozent des Pro-Kopf-Bundeswertes zur Verfügung standen. Dabei erreichten die Landkreise Jerichower Land und Börde mit 91 bzw. 90Prozent die höchste Angleichung an den bundesdeutschen Durchschnitt, während die Stadt Halle (Saale) mit 78Prozent den geringsten Wert aufwies.
Das Verfügbare Einkommen je Einwohner zeigt an, wie viel an Geld durchschnittlich jedem Einwohner der betrachteten Region für den Konsum und zum Sparen zur Verfügung steht. Es ergibt sich aus den Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen – dem sogenannten Primäreinkommen -, indem einerseits die geleisteten Transfers (z. B. Sozialbeiträge oder Lohn- und Einkommensteuer) abgezogen und andererseits die erhaltenen Sozialtransfers (Renten, Zahlungen der Krankenversicherungen, Sozialhilfe, Kinder- und Elterngeld u. Ä.) hinzugefügt werden. Im Rahmen dieser Umverteilung wurden für die Kreise Sachsen-Anhalts die aus dem Primäreinkommen resultierenden Einkommensunterschiede insbesondere durch die empfangenen monetären Sozialleistungen abgemildert.
Das durchschnittliche Primäreinkommen betrug in Sachsen-Anhalt 17841 EUR je Einwohner. Die Spannweite des Primäreinkommens reichte von 20 815 EUR im Landkreis Börde bis 15860 EUR im Landkreis Mansfeld-Südharz. Das Primäreinkommen hatte gegenüber 2013 in allen Landkreisen und kreisfreien Städten zugenommen, die höchste prozentuale Zunahme wurde im Salzlandkreis mit 3,3Prozent erreicht, die geringste in der Stadt Magdeburg mit 1,8Prozent.
In 7 Kreisen überstiegen die empfangenen die geleisteten Transfers, so dass das zur Verfügung stehende Einkommen über dem Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen lag. Am deutlichsten war das mit rd. 1500 EUR je Einwohner für den Landkreis Mansfeld-Südharz der Fall. In 7 Kreisen wurde das Primäreinkommen durch höhere geleistete als empfangene Transfers reduziert, am meisten im Landkreis Börde mit knapp 1900 EUR je Einwohner.
Erstmals nach Revision 2014 liegen jetzt revidierte Ergebnisse für die kreisfreien Städte und Landkreise Sachsen-Anhalts ab dem Jahr 1995 vor.
Über detaillierte und weitergehende Ergebnisse informiert ein in Kürze erscheinender Statistischer Bericht „Primäreinkommen und Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte in den kreisfreien Städten und Landkreisen“.Ergebnisse können auch der Internetseite des Statistischen Landesamtes unterVGR/Kreisberechnungenentnommen werden.
Revidierte Regionalergebnisse für die Jahre 1995 bis 2014 für alle kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands veröffentlicht der Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder in der Gemeinschaftsveröffentlichung Einkommen der Privaten Haushalte in den kreisfreien Städten und Landkreisen Deutschlands 1995 bis 2014.
Kreisfreie Stadt Landkreis Land |
Primäreinkommen je Einwohner im Jahr 2014 |
Verfügbares Einkommen je Einwohner im Jahr 2014 |
||||
EUR |
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in % |
Landeswert=100 |
EUR |
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in % |
Landeswert=100 |
|
Dessau-Roßlau, Stadt |
17 620 |
3,1 |
99 |
18 199 |
2,7 |
103 |
Halle (Saale), Stadt |
16 599 |
2,0 |
93 |
16 411 |
1,6 |
93 |
Magdeburg, Stadt |
17 610 |
1,8 |
99 |
16 912 |
1,2 |
95 |
Altmarkkreis Salzwedel |
19 172 |
2,5 |
107 |
18 380 |
2,3 |
104 |
Anhalt-Bitterfeld |
17 277 |
3,2 |
97 |
17 723 |
2,8 |
100 |
Börde |
20 815 |
2,7 |
117 |
18 917 |
2,6 |
107 |
Burgenlandkreis |
17 029 |
2,7 |
95 |
17 761 |
2,1 |
100 |
Harz |
17 804 |
2,9 |
100 |
17 869 |
2,6 |
101 |
Jerichower Land |
20 474 |
2,6 |
115 |
19 313 |
2,3 |
109 |
Mansfeld-Südharz |
15 860 |
3,1 |
89 |
17 363 |
2,8 |
98 |
Saalekreis |
19 685 |
3,0 |
110 |
18 673 |
2,6 |
105 |
Salzlandkreis |
16 562 |
3,3 |
93 |
17 237 |
3,0 |
97 |
Stendal |
17 364 |
3,0 |
97 |
17 287 |
2,8 |
97 |
Wittenberg |
17 743 |
2,9 |
99 |
18 129 |
2,7 |
102 |
|
|
|
|
|
|
|
Sachsen-Anhalt |
17 841 |
2,7 |
100 |
17 735 |
2,4 |
100 |
Kreisfreie Städte |
17 183 |
2,1 |
96 |
16 896 |
1,6 |
95 |
Landkreise |
18 054 |
2,9 |
101 |
18 007 |
2,6 |
102 |
Quelle:Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt