Unhaltbare Zustände für die Freiwillige Feuerwehr in Nietleben

Unhaltbare Zustände für die Freiwillige Feuerwehr in Nietleben
von 2. Oktober 2022 0 Kommentare

Fraktion Hauptsache Halle & FREIE WÄHLER fordert Verwaltung zum Handeln auf

 

Am 1. Oktober besuchten Andreas Wels und Andreas Schachtschneider den Feuerwehrtag in Nietleben, um sich vor Ort ein Bild vom Zustand des Gebäudes der Freiwilligen Feuerwehr zu machen. Die Eindrücke waren ernüchternd. Das Gerätehaus befindet sich kurz vor der Baufälligkeit und der Stellplatz für das neue Feuerwehrfahrzeug ist zu klein, was eine schnelle Einsatzfähigkeit gefährdet. Es entspricht zudem nicht den Vorgaben, dass sich die Männer und Frauen in einem kleinen Aufsatzcontainer gemeinsam umkleiden müssen. Die beiden Mitglieder der Fraktion Hauptsache Halle & FREIE WÄHLER üben scharfe Kritik gegenüber den Verantwortlichen.

„Meine Fraktion hatte bereits im Dezember 2021 die Stadtverwaltung gefragt, ob in absehbarer Zeit eine Sanierung des Gebäudes geplant ist. Die Antwort suggerierte die Absicht, das Gerätehaus bis 2026 auf den neuesten Stand zu bringen. Dabei wurde die hohe Priorität der Maßnahme unterstrichen und das der Um- und Ausbau dringend erforderlich sei. Jetzt muss ich von den Nietlebener Feuerwehrleuten erfahren, dass seitens der Stadt der Beginn der Arbeiten erst für 2028 und deren Ende somit erst für 2030 ins Auge gefasst wird. Wir alle wissen um die prekäre Haushaltslage. Das darf allerdings nicht dazu führen, dass Institutionen, die für unsere Stadtgesellschaft immens wichtig sind, mittlerweile mehr und mehr kaputtgespart werden“, kritisiert Andreas Wels, Vorsitzender der Fraktion Hauptsache Halle & FREIE WÄHLER, die Planungen der Stadt. „Dieses fatale Zeichen dürfen wir nicht aussenden. Erinnern möchte ich in diesem Kontext an die Einsatzbereitschaft, die die Nietlebener Kameradinnen und Kameraden beim verheerenden Hochwasser in unserer Stadt 2013, nach der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 oder während des Waldbrandes im Harz vor wenigen Wochen zeigten. Wenn wir schon seitens des Landes gezwungen werden, bei der Aufwandsentschädigung zu knausern, sollte die Stadt wenigstens dafür sorgen, dass die Infrastruktur in Schuss ist“, fordert Wels.

 

 

Andreas Schachtschneider ergänzt: „Wir reden hier schließlich von ehrenamtlichem Engagement, das heißt, die Männer und Frauen leisten einen unentgeltlichen Dienst für uns alle, vor allem für unsere Sicherheit. Ich möchte besonders hervorheben, welch große Anziehungskraft die Feuerwehr im Ortsteil Nietleben auf die Kinder und Jugendlichen ausübt. Ein Nachwuchsproblem – wie anderenorts häufig zu beobachten – existiert hier nicht. Die Feuerwehr hat somit gleichwohl eine wichtige und nicht zu unterschätzende soziale Aufgabe. Gerade deshalb ist ein schnelles Handeln der Entscheidungsträger für die Instandsetzung dringend geboten.“
Abschließend sei erwähnt, dass die Freiwillige Feuerwehr in Nietleben durchschnittlich ein Mal pro Woche zu einem Einsatz gerufen wird und Kreisausbildungsstelle für Truppführer ist.

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