Mitarbeitende in der Diakonie Mitteldeutschland erhalten künftig mehr Geld

Mitarbeitende in der Diakonie Mitteldeutschland erhalten künftig mehr Geld
von 16. Juni 2022 0 Kommentare

Die knapp 33.000 Mitarbeitenden in den sozialen Einrichtungen und Diensten unter dem Dach der Diakonie Mitteldeutschland erhalten in den nächsten zwei Jahren bis zu 15, 8 Prozent mehr. Die Arbeitsrechtliche Kommission der Diakonie Mitteldeutschland (ARK) hat gestern eine deutliche Erhöhung der Entgelte und strukturelle Änderungen der Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR-DW.EKM) beschlossen. Clemens Schlegelmilch, Vorsitzender der paritätisch besetzten Kommission: „Das waren harte aber sehr konstruktive Verhandlungen, in denen wir uns als Vertreterinnen und Vertreter der Dienstnehmer und der Dienstgeber auf einen zukunftsfähigen Abschluss geeinigt haben. Diese Verbesserungen dürften für die Sozialwirtschaft in unserer Region richtungsweisend sein.“

 

Die Entgelte steigen für die Mitarbeitenden in der Diakonie Mitteldeutschland zum 1. Januar 2023 linear um 5,9 Prozent und zum 1. Januar 2024 um weitere 4,9 Prozent. Zudem wurden die Einführung einer zweiten Erfahrungsstufe (Stufenhöhe 110 Prozent) und die Verkürzung der Verweildauer in den Entgeltstufen zum 1. Januar 2023 vereinbart. Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit wird zum 1. Juli 2024 auf 39 Stunden reduziert. In Summe ergibt sich daraus in den nächsten zwei Jahren die Steigerung von bis zu 15,8 Prozent.

Dr. Martina von Witten ist dankbar, dass eine Einigung in der Arbeitsrechtlichen Kommission gefunden wurde. Die Kaufmännische Vorständin der Diakonie Mitteldeutschland sagt: „Ganz gleich, wie man die aktuellen Abschlüsse im Detail bewertet: Der Beschluss zeigt, dass das kirchlich-diakonische Arbeitsrecht im Dritten Weg funktioniert und zu attraktiven Ergebnissen führen kann, wenn das Konsensprinzip auch von allen Partnern ernst genommen wird. Ich bedaure sehr, dass der Gesamtausschuss der Mitarbeitervertretungen (GAMAV) inzwischen auf alle Gestaltungsmöglichkeiten verzichtet, sich an diesen wichtigen Verhandlungen nicht beteiligt hat und damit seine Verantwortung für so viele Mitarbeitende nicht wahrnimmt.“

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