Streiks in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Streiks in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
von 26. Januar 2023 1 comment

Tarifrunde Deutsche Post AG

Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post AG erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) den Druck mit weiteren Streiks.

 

Ab Donnerstag, 26.01.2023 ruft ver.di bundesweit Beschäftigte in ausgewählten Betrieben in den Paket und Briefzentren sowie in der Paket, Briefund Verbundzustellung zu ganztägigen Streiks auf. „Die Streiks sind ein klares Zeichen unserer Mitglieder in Richtung Arbeitgeber“, sagt Andrea Kocsis, stellvertretende ver.diVorsitzende und Verhandlungsführerin im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post AG.

An den ganztägigen Streiks in der vergangenen Woche hatten sich von Donnerstagabend bis Samstag insgesamt rund 30.000 Beschäftigte beteiligt. „Die Arbeitgeber haben in der zweiten Tarifverhandlungsrunde keinerlei Bereitschaft gezeigt, die Reallohnverluste der Beschäftigten auszugleichen, obwohl der Konzern für 2022 einen Rekordgewinn von 8,4 Milliarden Euro erwarte“, so Normen Schulze, ver.di Landesbezirksfachbereichsleiter in Sachsen, SachsenAnhalt und Thüringen. „Dieser Provokation müssen die Beschäftigten mit Entschlossenheit begegnen und dafür sind weitere Streiks notwendig“, sagt der ver.di Fachbereichsleiter weiter.

In Sachsen, SachsenAnhalt und Thüringen werden von Donnerstag an die Niederlassungen in Magdeburg, Erfurt, Leipzig, Halle, Dresden, Zwickau und Chemnitz zu ganztägigen Streiks aufgerufen. ver.di rechnet hier mit über 5.000 Streikenden.

ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten bei der Deutschen Post AG eine Entgelterhöhung von 15 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sollen für jedes Ausbildungsjahr um 200 Euro pro Monat angehoben werden.

Bei der Deutschen Post AG sind fast 90 Prozent der Tarifbeschäftigten in den Entgeltgruppen 1 bis 3 eingruppiert. Das Monatsgrundentgelt in diesen Entgeltgruppen beträgt zwischen 2.108 und 3.090 Euro brutto. Diese Tarifbeschäftigten sind im besonderen Maße von der hohen Inflation betroffen, da sie einen großen Teil ihres Nettoeinkommens für Nahrungsmittel und Energie aufbringen müssen. Die letzte Tariferhöhung im Januar 2022 betrug bei der Deutschen Post AG zwei Prozent.

Die Tarifverhandlungen werden am 8./9. Februar 2023 fortgesetzt.

         

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