Führungen im Stasi-Archiv

von 7. Dezember 2009

20 Jahre ist es her, als Hallenser die Stasi-Zentrale am Gimritzer Damm stürmten. Am 5. Dezember 1989 wurden die Stasi-Bezirksverwaltung und die Untersuchungshaftanstalt des MfS im „Roten Ochsen“ besetzt. Mit Hilfe der Militärstaatsanwaltschaft wurden die Dienstzimmer versiegelt und dem Treiben, vor allem der Aktenvernichtung, Einhalt geboten.

Am kommenden Dienstag, 8. Dezember, gibt es um 17 Uhr wieder eine Führung durch das Gebäude in der Blücherstraße 2 – die letzte in diesem Jahr. Der Eintritt ist frei.

Besucher können die Hinterlassenschaft des MfS im ehemaligen Bezirk Halle in Form von Akten und originalen Karteien besichtigen und Erklärungen dazu erhalten. Nebenbei ergibt sich gleichzeitig ein Einblick in einen Teil der Arbeit der Außenstelle Halle der Stasiunterlagenbehörde. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Besuch des Informations- und Dokumentationszentrums im Haus, um sowohl in der Dauerausstellung als auch in wechselnden Themenausstellungen Einblicke in Aufbau und Arbeitsmethoden der Stasi zu erlangen.

Anträge auf Akteneinsicht und Bürgerberatung zu Fragen im Zusammenhang mit persönlichen Akteneinsichten sind in diesem Rahmen direkt vor Ort und mit sachkundigen Ansprechpartnern ebenso möglich. Einen Personalausweis sollte man hierfür aber mitbringen.